An der New Yorker Börse zeichnet sich vor dem Handelsstart ein geteiltes Bild ab. Während Standardwerte zulegen, geraten Technologieaktien spürbar unter Druck. Der Broker IG taxiert den Dow Jones rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,6 Prozent höher bei 53.695 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verliert hingegen 0,8 Prozent.
Der Grund: Der deutliche Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen verunsichert die Investoren. Vor allem Halbleiteraktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz geraten ins Visier. Der Markt fürchtet nun strengere gesetzliche Vorgaben für die Technologiebranche.
Chip-Werte unter Druck
Entsprechend nervös reagieren die Anleger auf neue Unternehmensdaten. Die Aktie von Qualcomm bricht vorbörslich um 10 Prozent ein. Der Hersteller von Smartphone-Prozessoren leidet unter höheren Kosten für Bauteile und Fertigung. Das belastet den Gewinnausblick spürbar.
Auch Arm Holdings gerät unter die Räder. Das Papier verliert vor dem Start 6,7 Prozent. Der Chipdesigner enttäuscht mit seinem Umsatzziel für das laufende Quartal. Der Einstieg in das lukrative Geschäft mit KI-Rechenzentren kommt langsamer voran als erhofft.
Für Micron geht es derweil um 4,8 Prozent nach unten. Der Halbleiterkonzern legt den Bau eines Speicherchip-Werks in Taiwan vorerst auf Eis. Grund ist ein drohender Tarifkonflikt. Die Pause wirft Fragen auf, da Taiwan als zentraler Produktionsstandort für wichtige KI-Komponenten gilt.
Rally bei AppLovin, Einbruch bei Dutch Bros
Abseits der Halbleiterbranche gibt es extreme Kursbewegungen. Die Aktie von AppLovin schießt vorbörslich um 23 Prozent nach oben. Das Marketing-Unternehmen für mobile Apps übertrifft mit den Zahlen zum dritten Quartal und dem Ausblick die Markterwartungen deutlich.
Einen herben Dämpfer kassiert dagegen Dutch Bros. Die Anteile der Kaffeekette sacken vorbörslich um 11 Prozent ab. Das Management kappte das Ergebnisziel für das Gesamtjahr.
Heute, 15:17
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