Die Aktie des Immobilienriesen Vonovia arbeitet derzeit weiter an einer nachhaltigen Bodenbildung. Dies ist im aktuellen Marktumfeld natürlich ein sehr schwieriges Unterfangen. Denn die Anteilscheine des DAX-Konzerns werden gleich von zwei Risikofaktoren immer wieder belastet: einmal von der Politik, einmal vom Geldmarkt.
Denn noch immer sorgen sich viele Marktteilnehmer, dass Vonovia durch ein Linksbündnis in Berlin unter Druck geraten wird. Zum anderen ist der Trend am Zinsmarkt weiterhin klar negativ für sämtliche Immobilienkonzerne.
Dennoch bleibt JPMorgan für die Vonovia-Aktie bei der Einstufung „Overweight“ und einem Kursziel von 26 Euro. In einer Analyse widmete sich Analyst Neil Green erneut den möglichen Folgen der Berliner Wohnungspolitik. Im Raum steht die Sorge, eine neue Koalition könnte die Enteignung von Wohnungsbeständen privater Vermieter vorantreiben.
Die Bundesregierung hat inzwischen erste Eckpunkte eines „Investitionsschutzgesetzes“ vorgestellt. Es soll verhindern, dass solche Enteignungen umgesetzt werden. Green greift damit ein Thema auf, das er bereits zuvor als möglichen Einflussfaktor für Vonovia erörtert hatte.
Neben der politischen und rechtlichen Entwicklung richtet der Analyst den Blick weiterhin auf die Unternehmensbilanz und das Immobilienportfolio. Verkäufe von Immobilien sowie der Abbau von Schulden seien für die Bewertung des Konzerns von zentraler Bedeutung. Für Anleger bleiben damit sowohl die politische Debatte als auch Vonovias Fortschritte bei Verkäufen und Schuldenabbau wichtige Beobachtungspunkte.
DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner bisherigen Einschätzung fest: Bei Vonovia ist weiter zu viel Unsicherheit im Spiel, zumal auch das Zinsumfeld weiter negativ ist. Anleger sollten die Situation daher weiter von der Seitenlinie aus beobachten und lieber bei anderen Aktien zugreifen – auch wenn die Bewertung mit einem 2027er-KGV von 8 und einem KBV von 0,5 attraktiv erscheint und zudem eine attraktive Dividendenrendite lockt.
Heute, 15:34
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