++ Diese 5 Titel trotzen der Krise ++

Volkswagen: Überraschend gute Nachrichten von Audi – oder?

Volkswagen: Überraschend gute Nachrichten von Audi – oder?
Foto: Shutterstock
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Jan-Paul Fóri Heute, 19:10 Jan-Paul Fóri

Erst Nachrichten aus China, dann Berichte über mögliche Werksschließungen – und nun starke News aus Ingolstadt: Die Schlagzeilen rund um den VW-Konzern überschlagen sich am Dienstag. DER AKTIONÄR erklärt, warum ausgerechnet die Premiummarke Audi derzeit augenscheinlich mit guten Nachrichten punktet, während der Luxushersteller Porsche schwächelt.

Der Blick auf die nackten Zahlen der VW-Tochter Audi zeigt ein unerwartet freundliches Bild: Der Nettogewinn der Ingolstädter kletterte im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit trotzt Audi dem negativen Branchentrend eindrucksvoll.

Doch auch intern fährt Audi den anderen Marken davon: VW musste 2025 einen Gewinneinbruch von fast 50 Prozent verkraften, während bei Porsche der Nettogewinn um 91,4 Prozent einbrach.

Ausgleichszahlung rettet das Ergebnis

Wie kommt es also, dass es bei Audi augenscheinlich rund läuft, während andernorts der Motor stottert? Liegt es an neuen Modellen, einer geschickten Kostenkalkulation oder an einer hohen Nachfrage? Leider nein.

Ein genauer Blick in die Bilanz zeigt: Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 14 Prozent. Dass unter dem Strich dennoch ein deutliches Plus steht, ist auf einen Sondereffekt zurückzuführen – eine massive Ausgleichszahlung der Konzernmutter aus Wolfsburg in dreistelliger Millionenhöhe.

Audi weiter hinter Mercedes-Benz und BMW

Trotz der Schönrechnerei kommen die Ingolstädter überdies nicht an der Konkurrenz vorbei: Zwar waren die Gewinne hier rückläufig, dennoch erzielte Mercedes-Benz 2025 einen Gewinn von 5,3 Milliarden Euro. Bei BMW standen sogar rund 7,5 Milliarden Euro zu Buche.

Die Marge soll steigen

Wie alle deutschen Autobauer ist auch Audi mit dem Status quo nicht zufrieden. Für 2026 soll die operative Marge daher von zuletzt 5,1 Prozent auf 6 bis 8 Prozent steigen. Zum Vergleich: BMW stellt für das Autogeschäft eine operative Marge von 4 bis 6 Prozent in Aussicht. Bei Mercedes-Benz will das Management um Konzernchef Ola Källenius eine um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern im Pkw-Geschäft von 3 bis 5 Prozent erreichen.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Durch die Bank weg befinden sich die deutschen Autobauer weiterhin im Krisenmodus. 2026 dürfte ein weiteres Übergangsjahr werden. Ein Kauf der VW-Aktie drängt sich aktuell nicht auf. Bessere Investmentideen finden Anleger in der aktuellen Ausgabe – diese können Sie hier bequem als E-Paper erwerben.

DER AKTIONÄR 12/2026
Quelle: Börsenmedien AG

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG.

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