Bullenstark investieren
06.04.2021 Marion Schlegel

Varta: Analyst bleibt skeptisch

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Varta

Die Aktie von Varta notiert am heutigen leicht im Plus. Am späten Vormittag geht es 0,4 Prozent nach oben auf 126,65Euro. Die Einschätzung des Analystenhauses Stifel kann kaum Unterstützung verleihen. Zwar hat Stifel das Kursziel für Varta von 92 auf 107 Euro angehoben, die Einstufung aber weiter auf "Sell" belassen.

Stifel-Analyst Florian Pfeilschifter bezog in einer am Dienstag vorliegenden Studie nun die Prognosen für die neue Batteriezelle 21700 in sein Bewertungsmodell ein. Langfristig sieht er jedoch weiter zunehmende Risiken für den Batteriehersteller.

Varta (WKN: A0TGJ5)

Auch die Zahlen, die Varta in der vergangenen Woche veröffentlicht hat, sorgten nur kurzen Schwung. Dem Batteriekonzern hat das starke Wachstum im vergangenen Jahr auch unter dem Strich ein dickes Gewinnplus beschert. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn kletterte um rund 90 Prozent auf 95,4 Millionen Euro, wie das MDAX-Unternehmen am vergangenen Mittwoch mitteilte. Varta profitiert insbesondere vom Boom bei kabellosen Kopfhörern – bei den dafür verwendeten Lithium-Ionen-Akku-Knopfzellen ist der Konzern nach eigenen Angaben Weltmarktführer und baut die Produktion dafür weiter aus.

Zudem hatte Varta im vergangenen Jahr wieder die Haushaltsbatterien für Endverbraucher unter anderem mit dem Markennamen Varta übernommen. Auch deshalb stieg der Umsatz 2020 wie bereits bekannt um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte mit 147 Prozent auf 241 Millionen Euro noch etwas stärker zu als im Februar mitgeteilt (239 Millionen). Den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte das Management.

Am Erfolg sollen auch die Anleger teilhaben, an die Varta rund 100 Millionen Euro als Dividende ausschütten will. Der Konzern hatte bereits angekündigt, dass es rund 2,50 Euro je Anteilsschein werden dürften, nun will das Management nach den endgültigen Zahlen der Hauptversammlung 2,48 Euro je Aktie vorschlagen. Die Hauptversammlung soll am 17. Juni stattfinden.

Stifel reiht sich mit seiner Einschätzung in eine ganze Reihe von Analysten ein, die sich skeptisch zur Aktie geäußert haben. Für ein frisches Kaufsignal müsste die Aktie das Verlaufshoch bei 136,90 Euro überwunden werden. Erst dann würde sich das charttechnische Bild wieder deutlich aufhellen. Die nächste Unterstützung wartet im Bereich um 105 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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