Der breite Markt schwächelt nach den US-Zinsdaten. Selbst KI-Branchenprimus Nvidia büßt trotz Rekordzahlen rund zwei Prozent ein. In diesem Umfeld verzeichnet ein anderer Branchenplayer zweistellige Kursgewinne: Der US-Energie-Spezialist Bloom Energy hat eine weitreichende Partnerschaft mit dem europäischen KI-Cloud-Anbieter Nebius, der seinen Hauptsitz in Amsterdam hat, unterzeichnet. Die Aktie ignoriert den Tech-Abverkauf und springt auf ein neues Rekordhoch.
Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 30 Jahren und einen potenziellen Gesamtwert von bis zu 2,6 Milliarden Dollar an Servicegebühren. Das Geschäftsmodell: Bloom Energy installiert und managt die Ausrüstung komplett in Eigenregie, während Nebius den erzeugten Strom abnimmt.
Das Projekt ist in drei Phasen mit einer Vertragslaufzeit von jeweils zehn Jahren unterteilt. Es bietet eine garantierte Netto-Kapazität von rund 250 Megawatt (MW) bei einer physisch installierten Systemleistung von 328 MW.
Um diese Zahlen einzuordnen: Ein einziges Megawatt reicht in der Praxis aus, um den gleichzeitigen Strombedarf von etwa 1.000 durchschnittlichen westlichen Haushalten zu decken. Die von Bloom Energy für Nebius garantierte Netto-Leistung könnte somit theoretisch eine europäische Großstadt mit rund 250.000 Privathaushalten komplett mit Energie versorgen.
Bei der installierten Leistung von 328 Megawatt reicht die Kapazität rechnerisch sogar für weit über 300.000 Haushalte – was der Größe von Städten wie Augsburg oder Münster entspricht. Dieser enorme Stromhunger wird hier jedoch für die Versorgung von KI-Rechenzentren gebündelt.
Die ersten Einheiten sollen bereits im Laufe dieses Jahres in den USA ans Netz gehen. Für Nebius gaben vor allem logistische Gründe den Ausschlag für die Technologie von Bloom Energy. Die kompakten Energiesysteme werden direkt vor Ort installiert und unterliegen wesentlich geringeren Genehmigungsauflagen als herkömmliche Gasturbinen. Das beschleunigt den kritischen Zeitplan bis zur Inbetriebnahme der KI-Server drastisch. Zudem umgeht Nebius damit die Kapazitätsengpässe der klassischen Stromnetze und die deutlich höheren Strompreise in Europa.
Nebius entwickelt sich rasant zu einem der wichtigsten KI-Rechenleistungs-Anbieter in Europa. Erst im März sicherte sich das Unternehmen ein Zwei-Milliarden-Dollar-Investment von Nvidia sowie einen Infrastruktur-Deal mit Meta über 27 Milliarden Dollar. Zudem plant Nebius in Finnland das größte KI-Rechenzentrum der Region mit einer Kapazität von 310 MW, das ab 2027 Kunden versorgen soll. Nach den jüngsten Kooperationen mit Tech-Schwergewichten wie Oracle und Meta untermauert Bloom Energy mit dem Nebius-Coup erneut seine Rolle als wichtiger Energielieferant für die KI-Infrastruktur.
Ohne dezentrale, sofort verfügbare Energie gibt es kein KI-Wachstum. Florian Söllner, Autor des Börsenbriefs Hot Stock Report, hat diesen Megatrend der Energie-Infrastruktur frühzeitig identifiziert und die Aktie von Bloom Energy für das exklusive Depot 2030 gekauft. Seit der Empfehlung im Report hat sich der Wert für die Leser bereits mehr als verachtfacht.
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Heute, 18:10