Silber steht kurzfristig unter Druck, weil die Zentralbanken an einer straffen Geldpolitik festhalten. UBS Wealth Management bleibt dennoch optimistisch: Laut dem Chief Investment Office könnte der Preis bis September 2027 auf 80 Dollar je Feinunze steigen. Zum Vergleich: Aktuell pendelt der Silberpreis bei rund 54 Dollar pro Unze.
Für Dezember 2026 erwartet UBS 70 Dollar, bis Mitte 2027 75 Dollar. UBS-Stratege Giovanni Staunovo hält die mittelfristigen Aussichten für positiv. Silber bewege sich häufig in die gleiche Richtung wie Gold, reagiere auf makroökonomische Veränderungen aber stärker. Schwankungen bei Realzinsen, US-Dollar und Zinspolitik könnten daher weiterhin deutliche Ausschläge auslösen.
Bei der industriellen Nachfrage zeigen sich unterschiedliche Trends. Hohe Preise fördern Einsparungen und den Ersatz von Silber, besonders in der Photovoltaik. Das Silver Institute erwartet deshalb für 2026 einen Rückgang des Silberbedarfs in der industriellen Fertigung um etwa zwei Prozent. Dem stehen wachsende Anwendungen in KI-Hardware und Rechenzentren, der Ausbau der Stromnetze sowie mehr Elektronik in Fahrzeugen gegenüber.
Angebot wächst nicht schnell genug
Das Angebot reagiert nur langsam auf höhere Preise. Zwar nimmt das Recycling zu, doch die Minenförderung lässt sich kurzfristig kaum ausweiten: Ein großer Teil des Silbers fällt als Nebenprodukt beim Abbau von Blei, Zink, Kupfer und Gold an. UBS rechnet deshalb 2026 mit dem sechsten jährlichen Angebotsdefizit in Folge.
Statt Kursanstiegen hinterherzulaufen, empfiehlt die Bank, Rücksetzer im Blick zu behalten und schrittweise Positionen aufzubauen. Zu den wichtigsten Risiken zählen länger anhaltende Zinserhöhungen, eine stärkere Abkühlung der Weltwirtschaft und ein schnellerer Ersatz von Silber in industriellen Anwendungen.
DER AKTIONÄR bleibt für den Silberpreis aber mittel- bis langfristig relativ zuversichtlich gestimmt. Wer breit im Silbersektor investieren will, liegt mit dem Indexzertifikat auf den Best of Silver Miners mit der WKN DA0AB0 richtig.
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