Silber steht auch zum Start in die neue Börsenwoche deutlich unter Druck. So verbilligt sich das Edelmetall aktuell um fünf Prozent. Die Hauptgründe für die anhaltende Schwäche sind die steigenden Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen und die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen. Dadurch verlieren unverzinste Anlagen wie Edelmetalle an Attraktivität.
Im Zentrum der Sorgen stehen zudem die höheren Ölpreise. Anhaltende Störungen bei der globalen Energieversorgung könnten die Inflation in den USA länger hoch halten. Für die Federal Reserve wächst damit der Druck, ihre restriktive Geldpolitik länger als bislang erwartet fortzusetzen.
An den Geldmärkten wird laut dem CME-FedWatch-Tool inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 68 Prozent gerechnet, dass die Fed im Oktober die Zinsen erneut anhebt. Diese Einschätzung folgt auf die Zinserhöhung im September und mehrere zuletzt eher geldpolitisch straffe Äußerungen von Fed-Vertretern.
Die Neubewertung des Zinspfads treibt die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben. Die Verzinsung zehnjähriger Treasuries bewegt sich nahe dem höchsten Niveau seit fast 20 Jahren. Damit steigen die Opportunitätskosten für Anleger, die auf zinslose Edelmetalle setzen. Diese Entwicklung hat den starken Rückgang von Silber am Montag zusätzlich verschärft.
Die geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen Risiken für die weltweite Energieversorgung halten die Ölpreise ebenfalls hoch. Gleichzeitig profitiert der US-Dollar von seiner Rolle als sicherer Hafen, was den auf Dollar lautenden Silberpreis zusätzlich belastet.
Nun richten sich die Blicke auf die anstehenden US-Konjunkturdaten. Sie könnten den Anlegern neue Hinweise auf den weiteren Kurs der Fed liefern. Besonders wichtig sind die für Freitag erwarteten Arbeitsmarktdaten. Auch die in dieser Woche veröffentlichten Inflations- und Konjunkturindikatoren dürften die Zinserwartungen und damit die Entwicklung von Silber beeinflussen.
Das Chartbild hat sich beim Silberpreis nun weiter eingetrübt. DER AKTIONÄR bleibt für den Silberpreis aber mittel- bis langfristig relativ zuversichtlich gestimmt. Wer breit im Silbersektor investieren will, liegt mit dem Indexzertifikat auf den Best of Silver Miners mit der WKN DA0AB0 richtig.
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