15.06.2015 Maximilian Steppan

Twitter-Großaktionär: "Dorsey keine Lösung auf Dauer!"

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Nach der Meldung des Rücktritts von CEO Dick Costolo am Freitag ging die Twitter-Aktie mit einem deutlichen Plus von rund acht Prozent in den Handel. Mit einem leichten Minus von einem knappen Prozent bei 36 Dollar ging das Papier dann lediglich aus dem Handel. Auf die Frage wer Nachfolger des scheidenden Costolo wird, hat sich nun ein Großaktionär zu Wort gemeldet.

Inmitten von Spekulationen, dass Mitgründer Jack Dorsey auf Dauer die Führung bei Twitter übernehmen könnte, hat sich der einflussreiche Großaktionär und saudische Milliardär Prinz Alwaleed bin Talal gegenüber der "Financial Times" geäußert. "Jack hat eine andere Firma namens Square, die viel Aufmerksamkeit erfordert, und einen Vollzeitjob dort", sprach sich Alwaleed dagegen aus.

Dorsey nur Interimslösung

Dorsey wurde vergangene Woche zum amtierenden Chef berufen, nachdem der langjährige Konzernlenker Dick Costolo seinen Rückzug angekündigt hatte. In Fachmedien wird seitdem spekuliert, der 38-Jährige könnte auch permanent auf dem Posten bleiben. Er gehe dagegen davon aus, dass Dorsey nur auf Zeit die Führung übernommen habe, sagte Alwaleed, der rund fünf Prozent an Twitter hält. Der nächste Twitter-Chef müsse Technologie-Wissen und eine Marketing-Mentalität mitbringen sowie anlegerorientiert sein.

Dorsey war bereits Twitter-Chef von Frühjahr 2007 bis Herbst 2008, wurde jedoch herausgedrängt. Er gründete dann den Mobil-Bezahldienst Square, den er weiterhin führt.

Twitter wächst aus Sicht vieler Investoren zu langsam und schreibt nach wie vor rote Zahlen. Die Auswahl des neuen Chefs gilt als eine zentrale Weichenstellung für die Zukunft der Firma. Eine Analyse zur Aktie des Kurznachrichtendienstes finden Sie in der aktuellen AKTIONÄR-Ausgabe, die Sie hier bequem downloaden können.

(mit Material von dpa-AFX)