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Foto: TUI
19.03.2021 Carsten Kaletta

TUI-Aktie: Charttechnisch spitzt sich die Lage zu – darauf sollten Anleger jetzt achten

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TUI

Die Entscheidung der Bundesregierung, die Reisewarnung für Mallorca aufzuheben, hat die Branche aufatmen lassen. Auch der weltweit größte Reiseveranstalter meldet "anhaltend hohe Buchungen". Doch eine aktuelle Umfrage belegt, dass die Deutschen der „Malle-Öffnung“ kritisch gegenüberstehen. Das scheint der Grund zu sein, warum die Aktie heute unter Druck gerät. Damit spitzt sich auch charttechnisch die Lage zu.

Konkret halten fast zwei Drittel der Deutschen die Aufhebung der Reisebeschränkungen für Mallorca für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnten 65 Prozent die von der Bundesregierung beschlossene Aufhebung der Quarantäne und Testpflicht für Rückkehrer von der spanischen Ferieninsel ab. Nur 22 Prozent hielten diesen Schritt für richtig. 12 Prozent machten keine Angaben.

Der Aktie scheint das nicht gut zu bekommen. Sie verliert aktuell rund sechs Prozent und notiert bei 4,60 Euro. Aus charttechnischer Sicht hat das Papier damit zwei Unterstützungen nach unten durchbrochen: zum einen den Support im Bereich von 4,85 Euro und auch die Unterstützung bei 4,76 Euro. Damit wurde die jüngste Seitwärtsbewegung nach unten aufgelöst.

Nächster Halt wäre das Verlaufstief vom 25. Februar bei 4,60 Euro. Sollte diese Marke ebenfalls (auf Schlusskurs-Basis) gerissen werden, würde sich das charttechnische Bild noch weiter verschlechtern. Auf dem Weg nach unten ist dann im Bereich von 4,50 ein Support erkennbar, danach würde die (täglich steigende) 50-Tage-Linie bei aktuell 4,41 Euro als vorerst letzter Halt fungieren. Im Anschluss drohen Kursverluste bis in den Bereich 4,20 Euro beziehungsweise vier Euro.




TUI (WKN: TUAG00)

Das Chartbild der TUI-Aktie signalisiert, dass Gefahr im Verzug ist. Mit dem Unterschreiten der 4,76-Euro-Marke wurde die kurzfristige Konsolidierungsphase beendet. Wichtig wäre jetzt, dass das Papier spätestens an der 50-Tage-Linie wieder nach oben dreht. Investierte Anleger bleiben an Bord und beachten die Stopp-Marke bei 3,60 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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