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Trump siegessicher: Ich habe keine Angst – droht ein großer Fehler im Iran‑Krieg?

Trump siegessicher: Ich habe keine Angst – droht ein großer Fehler im Iran‑Krieg?
Foto: ChatGPT
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Jan-Paul Fóri Heute, 20:19 Jan-Paul Fóri

Paukenschlag in Washington: Während US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran Stärke demonstriert und Warnungen vor einem „zweiten Vietnam“ beiseitewischt, brennt hinter den Kulissen die Hütte. Der Rücktritt eines hochrangigen Geheimdienst-Chefs wirft ein völlig neues Licht auf die Hintergründe der Iran-Kriegs.

Donald Trump gibt sich gewohnt unerschütterlich. Auf die Drohungen aus Teheran, die USA sollten ihre Geschichtsbücher zum Vietnam-Krieg konsultieren, bevor sie Bodentruppen entsenden, reagierte der US-Präsident am Dienstag gewohnt forsch. „Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst“, erklärte Trump während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weißen Haus. 

Doch während der Präsident Siegesgewissheit ausstrahlt, platzt im Sicherheitsapparat eine Bombe. Joe Kent, der Direktor des National Counterterrorism Center, hat am Dienstag mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Der Grund: Er könne den Krieg gegen den Iran „nicht länger mit seinem Gewissen vereinbaren“. In einem harten Statement auf der Plattform X (ehemals Twitter) und in einem persönlichen Brief an Trump lässt Kent kein gutes Haar an der aktuellen Strategie. 

Besonders brisant: Kent behauptet, der Iran habe keine unmittelbare Bedrohung für die USA dargestellt. „Es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben“, so Kent. Er wirft israelischen Offiziellen vor, eine Desinformationskampagne gestartet zu haben, um Trumps „America First“-Plattform zu untergraben.

In seinem Rücktrittsschreiben an Trump wird Kent noch deutlicher: Eine „Echo-Kammer“ sei genutzt worden, um den Präsidenten zu täuschen. Das Ziel: Trump glauben zu lassen, ein Schlag gegen den Iran sei alternativlos und der Weg zum Sieg kurz. Kent zieht dabei einen düsteren Vergleich zum Irak-Krieg: „Das war eine Lüge und dieselbe Taktik, mit der die Israelis uns in den desaströsen Irak-Krieg hineingezogen haben, der unser Land das Leben von Tausenden Männern und Frauen gekostet hat.“

Kent, der unter der Direktorin der nationalen Geheimdienste, Tulsi Gabbard, diente, war eigentlich als loyaler Unterstützer des „America First“-Kurses bekannt. Sein öffentlicher Bruch mit der Administration ist ein Warnsignal par excellence.

Infront DowJones (WKN: 969420)

An der Wall Street erholen sich die Kurse derweil etwas. Grund dafür sind die Aussichten auf fallende Ölpreise, sollte der Iran-Krieg demnächst enden. Donald Trump hatte zuletzt betont: „Wenn das vorbei ist, werden die Ölpreise sehr, sehr rapide fallen.“ Doch was wenn der Iran-Krieg länger als angenommen dauert? Darüber hat AKTIONÄR-TV-Moderatorin Nadine Hofmann jüngst im Interview mit Ökonom Dr. Daniel Stelter gesprochen.

Sollte Trump tatsächlich Bodentruppen in den Iran entsenden, dürfte dies seine ohnehin angeschlagenen Beliebtheitswerte in der US-Bevölkerung deutlich sinken lassen und sich wahrscheinlich als Fehler erweisen. Denn das Vietnam-Trauma ist auch Jahrzehnte später noch präsent: Damals scheiterte die Supermacht trotz zahlenmäßiger Überlegenheit im Dschungel, was Zehntausende Menschenleben kostete und die US-Gesellschaft tief spaltete. 

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