Der französische Öl- und Gasproduzent TotalEnergies hat wegen des Krieges im Nahen Osten seine Förderung im Irak, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Katar eingestellt oder wird noch eingestellt. Auf diese Standorte entfallen in „normalen Zeiten“ rund 15 Prozent der gesamten Konzernförderung.
Daher rechnet der Konzern nicht mehr mit einer steigenden Fördermenge, sondern nur mit einer stabil bleibenden. Demnach haben die Franzosen in den ersten drei Monaten 2,545 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag produziert.
Ein Teil der rückläufigen Entwicklung dürfte laut Unternehmensangaben durch neue Förderprojekte in Libyen und Brasilien kompensiert werden. Gleichzeitig erwartet TotalEnergies spürbar höhere Erträge aus der Produktion, was vor allem auf das gestiegene Preisniveau bei Öl und Gas zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang geht der Konzern davon aus, dass sich das Working Capital im laufenden Quartal um etwa zwei bis 2,5 Milliarden US-Dollar erhöhen wird.
Sollte sich der Konflikt weiter hinziehen, könnten die Auswirkungen auf die Förderung allerdings deutlich schwerwiegender ausfallen. Konzernchef Patrick Pouyanné warnte zu Wochenbeginn vor möglichen Versorgungsengpässen. "Wenn diese Blockade länger als drei Monate dauert, werden wir mit ziemlich ernsten Versorgungsproblemen konfrontiert sein", sagte er bei einer Veranstaltung in Washington, D.C., die von der Mediengruppe Semafor ausgerichtet wurde.
Im umgekehrten Fall könnte sich die Lage seiner Meinung nach auch schnell entspannen. Falls die Gespräche wieder aufgenommen werden und die Straße von Hormus zügig wieder freigegeben wird, sei innerhalb von rund drei Monaten eine Rückkehr zur Normalität möglich.
Es läuft nach wie vor rund bei TotalEnergies. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv. Wer investiert ist, sichert die Position mit einem Stopp bei 55,00 Euro nach unten ab.
Heute, 14:27