Das war stark: TotalEnergies ist mit Rückenwind aus den Energiemärkten ins Jahr gestartet. Die deutlich gestiegenen Preise für Öl und Gas infolge des Nahostkonflikts haben dem Konzern im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Vor diesem Hintergrund will das Unternehmen seine Aktionäre stärker am Erfolg beteiligen und sowohl die Dividende anheben als auch das Aktienrückkaufprogramm ausweiten.
Für das zweite Quartal plant der französische Energieriese Rückkäufe eigener Aktien im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Dollar. Zum Jahresauftakt war noch ein deutlich geringerer Umfang vorgesehen, da die Ölpreise zuvor niedriger lagen. Zwar musste TotalEnergies wie andere Energiekonzerne nach Beginn des Iran-Kriegs Teile der Förderung im Persischen Golf vorübergehend stoppen. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen jedoch massiv von den gestiegenen Preisen für Rohöl und Kraftstoffe, die die Ergebnisentwicklung deutlich stützten.
Der bereinigte Gewinn kletterte im ersten Quartal um 29 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar und lag damit über den Erwartungen des Marktes. Auch die Anteilseigner sollen davon profitieren: Die Quartalsdividende wird um 5,9 Prozent auf 0,90 Euro je Aktie erhöht. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet würde sich daraus eine Ausschüttung von 3,60 Euro ergeben, woraus sich beim aktuellen Kurs von 78,46 Euro wiederum eine Brutto-Rendite von 4,6 Prozent errechnen würde.
Bereits im Februar hatte TotalEnergies angekündigt, im laufenden Jahr eigene Aktien im Wert von drei bis sechs Milliarden Euro zurückzukaufen – unter der Voraussetzung, dass sich der Ölpreis in einer Spanne von 60 bis 70 Dollar je Barrel bewegt. Inzwischen liegt der Preis für Brent-Rohöl jedoch bei über 100 Dollar, was zusätzlichen Spielraum für höhere Ausschüttungen schafft.
Es bleibt dabei: Die im Branchenvergleich immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle ist weiterhin attraktiv. Wer bei der AKTIONÄR-Altempfehlung investiert ist, sichert die Position mit einem Stopp bei 55,00 Euro ab.
Heute, 13:45