Die Aktie von TotalEnergies kann im heutigen Handel erneut leicht zulegen und nähert sich damit immer weiter dem bisherigen Rekordhoch bei 81,36 Euro an. Der Grund sind gute Nachrichten des Unternehmens. Denn der Vorstand erwartet für das dritte Quartal ein "außergewöhnlich starkes Ergebnis" im Raffinerie- und Handelsgeschäft.
Ausschlaggebend dafür waren laut dem französischen Energiekonzern die internationalen Konflikte und Exportbeschränkungen. Dadurch seien weltweit Millionen Barrel an raffinierten Produkten vom Markt verschwunden. Abnehmer hätten deshalb verstärkt nach Ersatzlieferungen gesucht, was die Margen der Raffinerien deutlich nach oben getrieben habe.
Die europäische Referenzmarge des Konzerns soll im Quartal 33,2 US-Dollar je Barrel erreichen. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal hatte sie noch bei 13,5 Dollar gelegen, vor einem Jahr bei 8,4 Dollar. Damit hat sich die Kennzahl binnen eines Quartals mehr als verdoppelt und liegt fast viermal so hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Zusätzlichen Schub brachte ein um zehn Prozent gesteigerter Raffinerieausstoß. So konnte TotalEnergies mehr Volumen zu den verbesserten Margen verarbeiten. Auch die anhaltend gute Entwicklung des unternehmenseigenen Ölhandels dürfte zum Ergebnis beitragen. Die Kombination aus höheren Margen, größerer Produktion und starken Handelsaktivitäten lässt den Konzern daher mit einem besonders erfolgreichen Quartal im Downstream-Bereich rechnen.
Die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise sowie die üppigen Raffineriemargen lassen die Kasse beim Energieriesen TotalEnergies sprudeln. Die Aktie des sehr stark aufgestellten französischen Unternehmens könnte daher in den kommenden Tagen einen weiteren Angriff auf das bisherige Allzeithoch bei 81,36 Euro starten. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt ein Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 61,00 Euro belassen werden.
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