Die Aktie von TotalEnergies hat sich zuletzt wieder näher an das bisherige Allzeithoch bei 81,36 Euro herangekämpft. Und die Anteilscheine des französischen Energieriesen erhalten zum Auftakt in die neue Handelswoche erneut Rückenwind vom Ölmarkt. Denn die Ölpreise beginnen die neue Woche mit kräftigen Ausschlägen.
Am Montag lag Brent zeitweise bei etwa 105 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI rund 92 Dollar kostete. Neue Angriffe auf den Flughafen von Riad und ein Zwischenfall mit einem Tanker nahe der Straße von Hormus verstärkten die Sorge vor weiteren Versorgungsstörungen.
Bereits am Donnerstag hatte Brent um vier Prozent auf 104,28 Dollar zugelegt. Angriffe auf Schiffe in der Meerenge und der Hurrikan Isaias, der die Förderung im Golf von Mexiko bedrohte, trieben die Notierungen nach oben. Zwischenzeitlich ließ die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, vor den Zwischenwahlen im November keine weiteren Angriffe auf den Iran zu starten, den Preisdruck etwas nach. Die widersprüchlichen politischen Signale halten den Markt in Bewegung.
Im Fokus steht weiterhin die Straße von Hormus. In den letzten Wochen wurden dort laut Kpler immerhin täglich wieder rund 9,5 Millionen Barrel befördert – etwa 30 Prozent weniger als vor Kriegsbeginn. Die Lieferungen sind also nicht vollständig unterbrochen, bleiben aber deutlich eingeschränkt. Neue Angriffe auf Tanker oder weitere Hindernisse für die Durchfahrt könnten die Angebotsängste und damit den Preis rasch verstärken. Solange die Lage im Nahen Osten und die Sicherheit der Schifffahrt unsicher bleiben, dürfte der Ölpreis anfällig für starke Bewegungen sein.
Die hohen Ölpreise sorgen weiterhin für Rückenwind bei Öl- und Gasproduzenten wie etwa TotalEnergies. Die Aktie des sehr stark aufgestellten französischen Unternehmens könnte daher in den kommenden Wochen einen weiteren Angriff auf das bisherige Allzeithoch starten. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt ein Kauf (Stopp: 61,00 Euro).
Heute, 08:10
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