Heimspiel: Üppige Kursgewinn-Chancen in Europa
Foto: Shutterstock
18.09.2019 Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Ein zweischneidiges Schwert

-%
ThyssenKrupp

Die Abspaltung der Aufzugssparte bestimmt bei ThyssenKrupp nach wie vor die Schlagzeilen. Noch immer ist völlig offen, ob die Sparte eigenständig an die Börse kommt oder an einen Finanzinvestor respektive einen Konkurrenten verkauft wird. Alle Lösungen haben ihren Charme – der DAX-Konzern muss die Vor- und Nachteile nun abwägen.

Lange galt der Gang an die Börse als die favorisierte Lösung von ThyssenKrupp-Chef Guido Kerkhoff. Die Vorteile liegen auf der Hand: An der Börse wird der faire Marktwert schnell offensichtlich. Zudem kann ThyssenKrupp selbst festlegen, welcher Anteil abgegeben wird – und wann dieser weiter verringert wird. Gleichzeitig profitiert der finanziell angeschlagene DAX-Konzern auch künftig von möglichen Dividendenzahlungen der lukrativen und wachstumsstarken Tochter.

Allerdings haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass ein Verkauf wohl mehr Geld bringen wird als ein Börsengang. Finanzinvestoren und Wettbewerber könnten sich eine regelrechte Übernahmeschlacht liefern. Das Interesse an der Aufzugssparte ist riesig – denn für Investoren gibt es selten die Möglichkeit ein derart starkes und zukunftsträchtiges Geschäft zu erwerben. Erste Schätzungen sprechen der Tochter bei einer Übernahme bereits einen Preis von über 20 Milliarden Euro zu.

Doch auch hier gilt es zu differenzieren. Ein Wettbewerber wie Kone oder Hitachi könnte wohl einen höheren Preis zahlen. Aufgrund der zu erwartenden hohen Synergieeffekte wäre eine Übernahme auch dann noch zu rechtefertigen. Finanzinvestoren wiederum haben den großen Vorteil, dass keine aufwendige kartellrechtliche Prüfung vonnöten wäre – damit würde die finanziell angeschlagene Mutter schneller an Geld kommen, um die Probleme in den anderen Sparten angehen zu können.

ThyssenKrupp (WKN: 750000)

ThyssenKrupp muss sich entscheiden. Mehr Geld, mehr Mitbestimmung oder schnelle Kasse: Es wird eine schwierige Entscheidung für Konzernchef Guido Kerkhoff. So oder so dürfte die Trennung von der Aufzugssparte aber verborgene Werte freilegen. Die Tochter ist etwa das Doppelte wert als das gesamte Konglomerat ThyssenKrupp. Mutige setzen darauf, dass diese Bewertungslücke geschlossen wird.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
ThyssenKrupp - €

Buchtipp: Technische Analyse von Aktientrends

Dieser Klassiker aus der Feder von Robert D. Edwards und John Magee erschien erstmals im Jahr 1948. Er wurde über die Jahre von den Autoren und ihren Schülern stetig weiterentwickelt und aktualisiert. Nun liegt die überarbeitete und aktualisierte elfte Auflage endlich auch auf Deutsch vor. Das Buch behandelt technische Themen wie die Dow-Theorie, Umkehrmuster, Konsolidierungsformationen, Trends und Trend­kanäle, die technische Analyse von Rohstoffcharts sowie Fortschritte der Investment-Technologie. Das Buch enthält ferner Leitfäden für die Aktienauswahl, die Trenderkennung, den Kapitaleinsatz und das Risikomanagement. Hinzugekommen sind Kapitel zur Pragmatischen Portfolio-Theorie als elegantere Alternative zur Modernen Portfolio-Theorie sowie eine neuere, einfachere und leistungsfähigere Alternative zur Dow-Theorie.
Technische Analyse von Aktientrends

Autoren: Edwards, Robert D. Magee, John Bassetti, W.H.C.
Seitenanzahl: 688
Erscheinungstermin: 10.02.2022
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-737-7

DER AKTIONRÄR +
9,95 1,99 €/Monat in den ersten 6 Monaten
Jetzt testen