02.12.2016 Alfred Maydorn

Tesla: Diese Grafik zeigt, wie groß der Vorsprung wirklich ist

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Tesla
Trendthema

Sei es die Elektromobilität oder die Speicherung von Solarstrom. Die Schlüsseltechnologie für beide Märkte ist die Batterie. Und hier geht es vor allem um eines: Die Kosten. Je weiter sie gesenkt werden können, desto konkurrenzfähiger werden Elektroautos und desto wirtschaftlicher Stromspeicher. Tesla hat hier seinen Vorsprung nicht nur gehalten, sondern weiter ausgebaut. 

Zwar macht Tesla keine offiziellen Angaben über die Kosten seiner Batterieproduktion, aber der gerade neu auf den Markt gekommene Stromspeicher „Powerwall 2“, zeigt auf, wie stark die Kosten zuletzt gefallen sein müssen. Bei der Powerwall 2 hat Tesla bei nahezu unverändertem Verkaufspreis im Vergleich zur ersten Powerwall die Speicherkapazität verdoppelt. Und die bei der Powerwall 2 ist zudem gleich noch einen Wechselrichter eingebaut, der beim Vorgängermodell noch zusätzlich erworben werden musste. 

Die absolute Nummer 1

Die Folge dieser drastischen Leistungsverbesserung hat das australische Portal Renew Economy jetzt ausgerechnet: Die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde bei einer täglichen Nutzung der Powerwall 2 auf belaufen sich auf nur noch 0,23 Australische Dollar (0,16 Euro). Beim zweitgünstigsten Stromspeicher sind es 0,32 AUD, also fast 40 Prozent mehr. 

Speicherkosten pro kWh bei täglicher Nutzung während der Garantiezeit in Autralischen Dollar

Aber dieser Vergleich hinkt sogar, weil bei zweitplatzierten Speicher noch ein Wechselrichter benötigt wird, der die Kosten pro Watt in die Höhe treibt. Der nach der Powerwall 2 günstigste Stromspeicher mit integriertem Wechselrichter (Enphase, siebter von links in der Grafik) speichert den Strom für 0,48 Dollar pro Kilowattstunde, die Kosten liegen also mehr als doppelt so hoch wie bei der Powerwall 2 von Tesla. 

Kosten runter – auch im Auto

Die drastische Leistungsverbesserung der Powerwall 2 war nur mit einer deutlichen Senkung der Batterie-Produktionskosten zu erreichen. Und so dürften auch die Kosten der Akkus für Teslas Elektroautos kräftig gesunken sein. Im Frühjahr hatte Tesla von Produktionskosten von unter 190 Dollar pro Kilowattstunde für komplette Batteriepacks gesprochen. Das Internetportal electrek geht aufgrund der Entwicklung der Batterieleistung bei der Powerwall 2 davon aus, dass es jetzt nur noch rund 120 Dollar pro kWh sind. Damit liegt Tesla weit unter den 145 Dollar/kWh, die General Motors alleine für die Batteriezellen auf den Tisch legen muss. 

Batterien günstig, Aktie teuer

Während Teslas Batterien immer günstiger werden, bleibt die Aktie teuer. Es gibt Experten, die sagen „zu teuer“ – und es gibt andere Experten, die nicht nur glauben, Tesla kann in die Bewertung der Aktie hineinwachsen, sondern sie billigen dem Papier noch erhebliches Kurspotenzial zu. 

Hinweis: Tesla ist eine von 6 Aktien im E-Mobility-Depot des maydornreport.

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Autor: Fisher, Ken
ISBN: 9783864703188
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 22.07.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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