Nachdem Elon Musk Gespräche mit der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) über eine mögliche Kooperation beim Chipprojekt Terafab bestätigt hatte, waren bei Intel-Anlegern Sorgen über die Rolle des US-Chipkonzerns aufgekommen. Nun beschwichtigt Intel-CEO Lip-Bu Tan.
Intel war im April als Entwicklungspartner zu Terafab gestoßen. Gemeinsam mit SpaceX, Tesla und xAI soll der Konzern an der Fertigung, dem Design und der Verpackung leistungsfähiger Chips arbeiten. Ziel ist eine Produktion im großen Maßstab. Daran hat sich laut dem Intel-Chef Lip-Bu Tan auch nichts geändert.
Gegenüber Bloomberg bekräftigte der Konzernlenker nun die Beteiligung vor einer Veranstaltung in Tokio. Damit versucht Intel, Zweifel an der eigenen Rolle zu zerstreuen. Denn die Gespräche zwischen Musk und TSMC hatten die Frage aufgeworfen, ob der taiwanische Auftragsfertiger künftig einen größeren Teil des Projekts übernehmen könnte.
TSMC-Gespräche verunsichern
Zuvor hatte Musk die Gespräche mit TSMC auf X bestätigt: „Nur Gespräche, aber vielleicht ergibt sich etwas daraus.“ Eine feste Vereinbarung gibt es bislang nicht. TSMC zählt zu den weltweit führenden Auftragsfertigern und verfügt über weitreichende Erfahrung bei der Produktion modernster Chips.
Für Intel ist Terafab daher mehr als ein einzelnes Gemeinschaftsprojekt. Die Beteiligung liefert dem Konzern Sichtbarkeit im Zukunftsmarkt für KI-Infrastruktur. Zugleich gibt es bislang keine Angaben zu konkreten Aufträgen, Investitionssummen oder einem verbindlichen Zeitplan. Der wirtschaftliche Beitrag des Projekts bleibt damit offen.
Kurzfristig dürfte die Aussage von Tan die Sorgen über einen möglichen Bedeutungsverlust von Intel bei Terafab dämpfen. Entscheider ist jedoch, dass die Terrafab mittelfristig tatsächlich mit Unterstützung von Intel realisiert wird. Vorerst drängt sich ein Einstieg bei Intel daher weiter nicht auf. DER AKTIONÄR setzt stattdessen weiterhin auf die Tesla-Aktie und TSMC.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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