Neue KI-Euphorie mit deutlichen Kursgewinnen bei den Tech-Aktien sowie sinkende Ölpreise haben der Wall Street einen starken Wochenstart beschert. Der Leitindex Dow Jones stieg 0,71 Prozent auf 52.050 Punkte, der S&P 500 kletterte 1,49 Prozent auf 7.765 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 stieg sogar 2,83 Prozent auf 30.482 Punkte.
Obwohl es im Nahen Osten am Wochenende zu einer Eskalation der Feindseligkeiten kam und die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen erklärten, sie hätten Saudi-Arabien am Samstag mit Raketen und Drohnen angegriffen, sanken die Ölpreise um rund vier Prozent. Hintergrund: US-Präsident Donald Trump erklärte gegenüber Fox News, dass er am Rande der UN-Generalversammlung in dieser Woche wahrscheinlich bereit wäre, sich mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian zu treffen. Fallende Ölpreise könnten für Entspannung bei der hartnäckigen Inflation sorgen.
Meta befeuert Tech-Aktien
Steigende Kurse gab es vor allem bei den KI-Aktien. Diese profitierten neben der Hoffnung auf eine Entspannung bei der Inflation auch von möglichen Gesprächen von Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping und vor allem von neuer Euphorie rund um Meta. Mit dem KI-Agenten Muse bringt der Konzern die agentische KI in den Massenmarkt und bekam dafür viel Lob von Wells Fargo. Die Aktie sprang elf Prozent an und zog den gesamten KI-Sektor mit nach oben. So legten etwa die Aktien von Intel und AMD zwölf beziehungsweise zehn Prozent zu. AMD erreicht dabei erstmals eine Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar.
Starke Krypto-Aktien
Deutliche Gewinne gab es auch bei den Aktien mit Krypto-Bezug. Nachdem der Bitcoin über 85.000 Dollar und auf den höchsten Stand seit Januar kletterte, legten auch die Papiere des Kryptoinvestors Strategy sowie der Handelsplattform Coinbase um 9,3 beziehungsweise 3,5 Prozent zu.
Neues im Übernahmekampf
Abseits von KI und Krypto sprang auch die Aktie von Warner Bros. Discovery um 10,8 Prozent an, während Paramount Skydance 3,0 Prozent verlor. Paramount konnte eine zentrale Hürde bei der Übernahme von Warner Brothers überwinden und einigte sich mit mehreren US-Bundesstaaten, die den mehr als 110 Milliarden Dollar schweren Deal mit einer Klage blockieren wollten. Im Rahmen der Einigung soll der fusionierte Konzern mehr Geld in den USA und speziell in Hollywood investieren, so der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.
UPS unter Druck
Deutliche Verluste gab es dagegen bei UPS. Minus 4,4 Prozent standen zu Buche, nachdem die Bank of America ihr Kursziel für die Aktie des Logistikkonzerns gesenkt hat. Analyst Ken Hoexter hat auch die Umsatz- und Gewinnprognosen für 2026 reduziert.
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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: AMD, Bitcoin.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Warner Bros. Discovery, Bitcoin.
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