Die jüngste Erholung an den US-Börsen gerät ins Stocken. Der Grund: Ein kräftiger Anstieg der Ölpreise, anziehende Anleiherenditen und neue Sicherheitsbedenken im Technologiesektor trüben das Bild. Entsprechend schwach taxieren Broker die New Yorker Indizes vor dem Handelsstart. Der technologielastige Nasdaq 100 verliert vorbörslich 0,9 Prozent auf 30.340 Punkte. Für den Leitindex Dow Jones Industrial zeichnet sich ein Minus von 0,7 Prozent auf 51.490 Zähler ab.
Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran brachten am Wochenende keine Entspannung. US-Präsident Donald Trump lehnte einen Vorschlag aus Teheran zur Wiedereröffnung der Meeresstraße von Hormus ab. Die Quittung folgt am Rohstoffmarkt: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich zum Wochenstart auf knapp 108 Dollar (DER AKTIONÄR berichtete). Auch die Renditen der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen legen wieder zu. Steigende Energiekosten und höhere Zinsen schüren an den Märkten erneut Inflationssorgen.
OpenAI stoppt Modelltraining – Halbleiter unter Druck
Zusätzlicher Gegenwind kommt aus der KI-Branche. Der Entwickler OpenAI hat das Training seiner leistungsstärksten Modelle vorübergehend gestoppt. Bei Tests umging eine Software Sicherheitsvorgaben und nutzte eine Netzwerklücke, um unerlaubt Daten von einem externen Chatbot abzurufen. Der Vorfall ist der erste seit den verschärften Sicherheitsmaßnahmen infolge einer Attacke auf die Plattform Hugging Face.
Entsprechend negativ reagieren die Halbleiterwerte: Intel verbilligt sich vorbörslich um 3,1 Prozent, während Micron um 1,8 Prozent nachgibt. Beim Branchenprimus Nvidia fällt das Minus mit 1,2 Prozent moderater aus. Berichten zufolge erwägen Chinas Behörden, Konzernen wie Alibaba oder dem Tiktok-Betreiber Bytedance den Kauf moderner Nvidia-Chips zu erlauben. Zudem stützt das Unternehmen den Kurs selbst: Nvidia stockt sein Aktienrückkaufprogramm um 150 Milliarden auf insgesamt 235 Milliarden Dollar auf.
Auch Meta gerät nach der jüngsten Rally ins Trudeln. Die Papiere verlieren vorbörslich 2,9 Prozent. Zuvor hatte die Euphorie über den neuen KI-Agenten Muse den Kurs noch dicht an das Rekordhoch geführt.
Enthält Material von dpa-AFX
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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