25.05.2018 Benedikt Kaufmann

Splunk: Erstes Quartal sorgt für gemischte Reaktionen

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SPLUNK
Trendthema

Splunk übertrifft im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten. Doch nicht alle Kennzahlen überzeugten. Die Aktie fällt nachbörslich um zwei Prozent.

Der Umsatz des APM-Spezialisten Splunk wuchs im ersten Quartal um 37 Prozent auf 312 Millionen Dollar – klar über den Schätzungen der Analysten von 298 Millionen Dollar. Ebenfalls besser als erwartet: der Verlust je Aktie von 0,07 Dollar.

Auch die Prognose der Unternehmensführung für das laufende Quartal konnte überzeugen. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 356 und 358 Millionen Dollar. Analysten rechnen nur mit 354 Millionen Dollar.

Weniger positiv wurde dagegen die Entwicklung der Unternehmenskundenzahl aufgefasst. Im ersten Quartal gewann Splunk 460 neue Kunden hinzu – verglichen mit den 570 Neukunden in den vorangegangenen drei Monaten eine deutliche Verlangsamung.

CEO Doug Merritt zeigte sich dennoch optimistisch, dass das Langfristziel von 20.000 Neukunden bis 2020 erreicht werden könne. „Wir werden in Zukunft noch mehr Kunden gewinnen. Zahlreiche neue Investments sorgen dafür, dass wir diesen Fokus nicht verlieren“, sagte der CEO in der Quartalskonferenz. Hierfür sollen insbesondere neue Produkte sorgen, die gezielt für kleine und mittelständische Kunden entwickelt werden – oder aber die Übernahme von Phantom Cyber für 350 Millionen Dollar, die Splunk besser im wachsenden Bereich Cyber Security positionieren soll.

Anleger sollte der langsamere Kundenanstieg nicht beunruhigen. In den vergangenen Jahren zählte das vierte Quartal in Sachen Kundenakquise stets zu den stärkeren Quartalen. Ein klarer Negativtrend lässt sich zudem ebenfalls nicht feststellen. So gewann Splunk im Q1 2016 nur 450, im Q1 2017 500 neue Nutzer.

Der charttechnische Aufwärtstrend ist ebenfalls intakt. DER AKTIONÄR empfiehlt: Gewinne laufen lassen.