04.02.2014 Michael Schröder

Sky Deutschland-Aktie: Zahlen werfen ihre Schatten voraus

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Trendthema

Die Aktie von Sky Deutschland zählte 2013 zu den Börsenstars am deutschen Aktienmarkt. Doch der Stern des Bezahlsenders scheint langsam zu verglühen. Zuletzt büßte der MDAX-Wert knapp 20 Prozent ein. Im Vorfeld der Zahlen für das Gesamtjahr 2013 melden sich immer mehr Analysten zu Wort – und eine Ikone geht von Bord.

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass die Berenberg Bank den jüngsten Rücksetzer vor dem Quartalsbericht – die vorläufigen Ergebnisse werden am Donnerstag (6. Februar) bekannt gegeben – bei Sky Deutschland zum Anlass genommen hat, ihr Rating von "Hold" auf "Buy" zu erhöhen. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung dagegen auf „Hold“ mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen. Die Zahlen zum vierten Quartal 2013 dürften dem Trend der vorangegangenen neun Monate ähneln, so Analyst Conor O'Shea in einer Studie. Der Bezahlsender dürfte solide Fortschritte beim Wachstum der Abonnentenzahl gemacht haben.

Die Abonnenten müssen dagegen ab Mitte März auf Harald Schmid im Programm verzichten. Die letzte Ausgabe der Late-Night-Show bei dem Bezahlsender wird am 13. März ausgestrahlt, wie Sky Ende des vergangenen Jahres mitgeteilt hatte. Schmidt hatte nach dem Abgang von Sat.1 seinen Late-Night-Talk im 2012 bei Sky gestartet, dabei aber Einschaltquoten zum Teil unterhalb der Messbarkeitsgrenze gehabt. Der Entertainer kann über das Ende seiner Talkshow aber schon wieder Witze machen. „Ich vermute, Sky brauchte das Geld für den Fußball“, sagte Schmidt auf dem Sportsponsoring-Kongress Spobis in Düsseldorf.

Ungeachtet dessen hat die Sky-Aktie im Zuge der jüngsten Korrektur im Tief exakt auf der 200-Tage-Linie aufgeschlagen. Diese wichtige Unterstützung sollte in den nächsten Wochen verteidigt werden. DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass Sky-Vorstand Brian Sullivan aus dem Dauerpatienten in vier Jahren ein Erfolgsmodell gemacht hat. Zweistellige Kurse scheinen angesichts der starken Geschäftsdynamik gut möglich. Der jüngste Rücksetzer ist für risikobewusste Anleger daher eine attraktive (Nach-)Kaufchance.

(Mit Material von dpa-AFX)