Die Shopify-Aktie erlebt einen herben Rückschlag. Nach der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen brach das Papier im Handelsverlauf um bis zu 17 Prozent ein. Es ist der tiefste Fall an einem einzelnen Handelstag seit Mai.
Der Grund: Der kanadische E-Commerce-Riese hat die Erwartungen der Analysten verfehlt – zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2022. Zwar stieg der Umsatz im dritten Quartal um 32 Prozent auf 3,74 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte im Schnitt jedoch mit 3,75 Milliarden Dollar gerechnet. Ein winziger Rückstand mit großer Wirkung.
Auch die Details der Bilanz offenbaren Schwachstellen. Während die Merchant Solutions als größtes Segment solide abschnitten, bremsten schwächere Erlöse bei den Subscription Solutions das Wachstum. Auch das gesamte Bruttowarenvolumen (GMV) blieb hinter den Prognosen zurück. Im Vorfeld hatten Experten, gestützt auf Impulse größerer Händler, währungsbereinigt ein Plus von fast 33 Prozent erwartet.
Starker Trend, getrübte Stimmung
Dabei ist das Grundtempo hoch. Shopify wächst nun schon das sechste Quartal in Folge mit mehr als 30 Prozent. Dieses Niveau will das Management aus Ottawa auch im Schlussquartal halten.
Entsprechend uneinheitlich reagieren Branchenkenner auf das Zahlenwerk. Analyst Anurag Rana von Bloomberg Intelligence hebt den Ausblick hervor. Das vierte Quartal verspreche weiteres Wachstum über der 30-Prozent-Marke, zudem liege die Marge beim freien Cashflow über den Schätzungen. Auf der anderen Seite warnt das Analysehaus Vital Knowledge: Das verfehlte Bruttowarenvolumen wiegt schwer. Auch dieser Dämpfer drückt spürbar auf das Vertrauen der Investoren.
Die minimale Verfehlung des Umsatzziels zeigt, wie dünn das Eis bei hoch bewerteten Tech-Werten ist. Der Stopp des AKTIONÄR bei der Shopify-Aktie wurde durch den Kurssturz durchschritten.
Heute, 19:11
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