Keine einheitliche Richtung gab es am Dienstag an der Wall Street. Während die Standardwerte im Dow Jones 0,36 Prozent auf 51.864 Punkte nachgaben, kletterte der Nasdaq 100 zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch und letztlich um 0,82 Prozent auf 30.732 Zähler. Der S&P 500 notierte unverändert bei 7.765 Punkten.
Der Nasdaq 100 wurde weiter von der KI-Euphorie angetrieben und hat bei 30.771 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Die positive Resonanz auf Metas neuen KI-Agenten Muse sorgte weiter für Kauflaune. Gefragt waren am Dienstag vor allem die Speicherkonzerne. Sandisk kletterte nach einer bullishen Studie von Rosenblatt um 6,9 Prozent, Micron legte 5,0 Prozent zu.
Die Ölpreise sanken derweil weiter, nachdem der Iran Verhandlungsbereitschaft mit den USA signalisiert hat. Präsident Massud Peseschkian wird am Mittwoch eine Rede vor der UN-Generalversammlung halten. US-Präsident Donald Trump hat dies bereits getan und erklärt, er gehe davon aus, dass Teheran nach den US-Kongresswahlen im November ein Abkommen mit Washington schließen werde. Ein erstes Treffen zwischen Delegationen der USA und des Iran soll es bereits gegeben haben. Die Preise für Brent- und WTI-Öl gaben angesichts der Hoffnung auf eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zwei bis drei Prozent nach.
Amgen und Shopify stark
Unter den Einzelwerten legte Amgen als Top-Gewinner im Dow Jones 4,3 Prozent zu. Positive vorläufige Ergebnisse einer Phase-3-Studie zu Dazodalibep – einem Medikament gegen die Autoimmunerkrankung Sjögren-Syndrom – haben hier für Schwung gesorgt.
Auch Shopify legte deutlich um 7,1 Prozent zu. Hier haben Partnerunternehmen neue Tools eingeführt, um Shopify-Händlern den grenzüberschreitenden Vertrieb, den Versand und den internationalen Handel zu vereinfachen.
Insiderkäufe treiben an
Kursanstiege gab es auch bei Gamestop und beim asiatischen Fahrdienstleister Grab nach Insiderkäufen. Das Plus betrug 5,9 respektive 9,1 Prozent.
Übernahmegerüchte belasten
Deutliche Verluste gab es dagegen beim Kreuzfahrt-Anbieter Royal Caribbean. Minus 6,1 Prozent standen zu Buche, nachdem es Gerüchte über eine sechs Milliarden Dollar schwere Übernahme von Sandals Resorts gab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Micron Technology.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Micron Technology befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 22:05
Bei Google bevorzugen