Die US-Börsen gerieten zum Wochenauftakt unter Druck, nachdem die USA und Iran erstmals seit rund einem Monat wieder direkt aufeinander geschossen hatten und die Ölpreise daraufhin wieder deutlich anzogen. Der S&P 500 verlor 0,3 Prozent auf 7.686,14 Punkte, der Dow Jones gab 0,7 Prozent auf 53.185,90 Punkte nach.
Die Verschärfung im Iran-Konflikt hat den Ölpreis wieder nach oben getrieben. WTI verteuerte sich um mehr als zwei Prozent auf über 85 Dollar je Barrel, Brent kletterte über 90 Dollar. Gleichzeitig zogen die Renditen länger laufender US-Staatsanleihen an. Das lastete zum Wochenstart deutlich auf den großen US-Indizes.
Bei den Einzelaktien sorgte unter anderem Amazon für negative Schlagzeilen. Die Aktie stand unter Druck, nachdem die US-Wettbewerbsbehörde FTC wegen möglicher Manipulationen bei Werbepreisen klagen will. Für Amazon wäre es bereits das dritte große Verfahren der Behörde.
Größter Verlierer waren aber die US-Versorger PG&E und Edison International. Sie rauschten zeitweise über 20 Prozent in den Keller. Hintergrund ist eine politische Entscheidung. Kalifornien schützt die Unternehmen vorerst nicht wie erhofft vor milliardenschweren Waldbrandforderungen.
Unterdessen gerieten auch die Ölkonzerne in den Fokus. US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Raffinerien, um die Benzinpreise zu senken. Während zusätzliche Rohölmengen und eine höhere Auslastung die Margen stützen könnten, würden politische Preisvorgaben die Gewinne von Chevron und Exxon Mobil belasten.
Für Rückenwind bei Nvidia sorgte dagegen eine Beteiligung an MediaTek im Volumen von 3,5 Milliarden US-Dollar. Die Partnerschaft soll den Einsatz von Nvidias Plattform NVLink Fusion bei maßgeschneiderten KI-Chips vorantreiben und den Einfluss des Konzerns auf die KI-Hardwarekette weiter stärken.
Gefragt war zudem die Tesla-Aktie. Ein Beitrag von Elon Musk zu geplanten Solarkapazitäten von Tesla und SpaceX befeuerte die Fantasie rund um das Energiegeschäft. Anleger setzen dabei auf einen möglichen Profiteur des steigenden Strombedarfs von KI-Rechenzentren – trotz der weiterhin hohen Bewertung.
Auch Apple stand am Montag im Fokus. Bei dem Konzern geht schließlich eine Ära zu Ende. Tim Cook hatte seinen letzten Tag als Apple CEO. Unter ihm stieg die Aktie seit 2011 um 2.279 Prozent. Ab dem morgigen Dienstag gibt er die Führung an John Ternus ab. Er soll vor allem bei Künstlicher Intelligenz und im Umgang mit der Abhängigkeit von Google neue Akzente setzen.
Im Pharmasektor stärkte Eli Lilly seine Position mit einer erweiterten Zulassung für das Diabetesmittel Mounjaro. Der Wirkstoff darf nun auch zur Senkung kardiovaskulärer Risiken eingesetzt werden. Damit wächst der Druck auf den Wettbewerber Novo Nordisk weiter.
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