++ Verrückte Börsen – 150 Prozent Potenzial ++

Schlussglocke: Iran, Öl, Inflationsängste – US‑Börsen rutschen ab, GoPro explodiert

Schlussglocke: Iran, Öl, Inflationsängste – US‑Börsen rutschen ab, GoPro explodiert
Foto: NDZ STAR MAX IPx/picture alliance/dpa
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Michael Herrmann Heute, 22:10 Michael Herrmann
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Die US-Börsen sind am Dienstag weiter unter Druck geraten. Der Dow Jones verlor am ersten Handelstag im September 0,8 Prozent auf 52.766,88 Punkte, der S&P 500 gab 0,6 Prozent auf 7.631,47 Punkte nach. Hintergrund waren deutlich steigende Ölpreise und Anleiherenditen aufgrund neuer Militärangriffe der USA auf den Iran.

Nach neuen US-Militärschlägen gegen Ziele der iranischen Revolutionsgarden verteuerte sich US-Öl um rund fünf Prozent auf mehr als 90 Dollar je Barrel, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Januar 2025 kletterte. Damit wächst die Sorge, dass die hartnäckige Inflation die US-Notenbank noch in diesem Monat zu einer strafferen Geldpolitik zwingen könnte.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Einer der Top-Gewinner am US-Markt war die Aktie von Fervo Energy. Sie legte nach einem Stromabnahmevertrag mit Google zeitweise um bis zu 28 Prozent zu. Der Geothermie-Spezialist soll ab 2028 zunächst rund 396 Megawatt Strom für ein mögliches Rechenzentrum in Utah liefern; inklusive Ausbauoption auf bis zu ein Gigawatt.

Die GoPro-Aktie schoss nach Plänen für eine Fusion mit dem Photonik-Spezialisten Starman Optical zeitweise sogar um 78 Prozent nach oben und wurde zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt. GoPro-Aktionäre sollen 285 Millionen Dollar in bar sowie rund zehn Prozent am fusionierten Unternehmen erhalten; zudem sollen Schulden von rund 92 Millionen Dollar getilgt werden.

GoPro (WKN: A1XE7G)

Bei Apple ist unterdessen eine neue Ära angebrochen. John Ternus hat wie geplant den CEO-Posten von Tim Cook übernommen, der als Executive Chairman im Unternehmen bleibt. Der Führungswechsel ist langfristig vorbereitet und ließ die Anleger heute weitestgehend kalt.

Ebenfalls im Fokus stand Robinhood. Morgan Stanley hat die Aktie von „Equal-weight“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 124 auf 150 Dollar angehoben. Die Analysten sehen dank eines breiteren Produktangebots, höherer Kundenaktivität und einer besseren Monetarisierung noch rund 43 Prozent Potenzial.

Für negative Schlagzeilen sorgte hingegen Microsoft. Eine weltweite Störung bei Outlook und Exchange Online beeinträchtigte den Mailverkehr von Millionen Nutzern. Microsoft meldete zwar eine schrittweise Erholung der Systeme, die Aktie geriet im US-Handel angesichts der Panne dennoch unter Druck. Anleger gerieten allerdings nicht in Panik. Die Aktie gab moderat um 1,3 Prozent nach.

Strategy (WKN: 722713)

Auch der Kryptokonzern Strategy stand am Dienstag im Fokus. Das Unternehmen hat nach rund zehn Wochen Pause wieder Bitcoin gekauft. Konkret: 4.603 Coins für 369,7 Millionen Dollar. Der Bestand stieg damit auf 845.050 Bitcoin, während der durchschnittliche Kaufpreis von 80.318 Dollar je Coin über dem aktuellen Kurs lag und Bitcoin weiter um die Marke von 80.000 Dollar kämpfte.

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