Die Vereinigten Staaten haben neue Angriffe auf Ziele des iranischen Revolutionsgarden (IRGC) rund um die Straße von Hormus gestartet. Nach Angaben des US-Zentralkommandos CENTCOM reagiert die Operation auf jüngste Angriffe auf Handelsschiffe und US-Soldaten in der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute.
CENTCOM teilte mit, die US-Streitkräfte hätten um 12 Uhr Eastern Time (18 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) auf IRGC-Ziele im Iran begonnen. Zuvor waren zwei Öltanker in der Straße von Hormus attackiert worden. Einzelheiten zur Zahl der getroffenen Ziele, zu deren Standorten oder zu den eingesetzten Waffensystemen nannte das US-Militär zunächst nicht.
Die Attacken bedeuten eine neue Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Teheran. Am Wochenende hatten sich beide Seiten bereits erstmals seit rund einem Monat wieder Gefechte geliefert.
Nach Medienberichten hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt einen Plan des CENTCOM geprüft, mit begrenzten und wiederkehrenden Angriffen den Wiederaufbau iranischer Radar- und Raketenfähigkeiten rund um die Straße von Hormus zu verhindern. Diese Systeme könnten dazu eingesetzt werden, Schiffe in der wichtigen Öl- und Handelsroute anzugreifen.
An den Märkten rückt damit vor allem die Versorgungssicherheit im Energiesektor erneut in den Fokus. Eine anhaltende Unsicherheit rund um die Straße von Hormus könnte die Ölpreise stützen und die Risikobereitschaft der Anleger belasten. Die Straße ist eine der wichtigsten Transitstrecken für den weltweiten Ölhandel. Die US-Märkte verharren in der ersten Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen am heutigen Dienstag leicht im Minus.
Wie weit die US-Operation ausgeweitet wird und ob Iran erneut reagieren wird, ist zunächst offen. Die weitere Entwicklung dürfte auch für die Wall Street und energieabhängige Unternehmen von Bedeutung sein. Auch für die weitere Zinspolitik spielt die Geopolitik eine wichtige Rolle. DER AKTIONÄR wird die Geschehnisse im Iran-Krieg wie gewohnt börsen- und zeitnah begleiten. Noch sind die Börsen nur in Alarmbereitschaft. Ob daraus ein richtiger Alarm wird, hängt davon ab, wie sich die Lage weiterentwickeln wird.
Heute, 19:22
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