Die Aktien des Labor- und Pharmazulieferers Sartorius sind am Donnerstagmorgen nach der Vorlage der Quartalszahlen etwas unter Druck geraten. Im vorbörslichen Tradegate-Handel verlieren die im MDAX gelisteten Vorzugsaktien im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Mittwoch gut zwei Prozent auf 230,30 Euro.
Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der Schwäche vom Vortag ab, als die Aktie bereits gut drei Prozent nachgab und neben TUI, Delivery Hero und Flatexdegiro zu den vier schwächsten Titeln des Tages im MDAX gehörte. Allerdings hatten sich die Papiere in den Wochen zuvor spürbar erholt.
Im ersten Quartal bis Ende März erhöhte sich der Umsatz um 1,8 Prozent auf 899,1 Millionen Euro, wie das MDAX-Unternehmen aus Göttingen mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 7,5 Prozent. Damit lagen die Einnahmen im Rahmen der Erwartungen von 899,8 Millionen Euro. Treiber war vor allem die deutlich gestiegene Nachfrage im margenstarken Geschäft mit Verbrauchsmaterialien. Dagegen bleibt das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten wie erwartet schwächer, dürfte sich im weiteren Jahresverlauf aber wieder beleben. Positiv entwickelte sich zudem erneut die Laborsparte, die wieder zulegen konnte, erklärte Vorstandschef Michael Grosse.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) legte im Quartal um 1,6 Prozent auf 267,3 Millionen Euro zu, blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit 270,4 Millionen Euro gerechnet. Die entsprechende Marge sank leicht auf 29,7 Prozent. Erwartet wurden hier 30,0 Prozent. Unter dem Strich erzielte Sartorius mit 56,2 Millionen Euro einen Gewinnanstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Jahresziele wurden bestätigt.
Die jüngste Aufholjagd seit Ende März wird damit wieder ausgebremst. Wichtig ist nun, dass die 50-Tage-Linie verteidigt werden kann. Anleger bleiben vorerst weiter an der Seitenlinie.
Heute, 08:53