Die Comebacks nach Corona
31.05.2017 Michel Doepke

Roche, Incyte, Astrazeneca & Co: ASCO Meeting sorgt für Bewegung

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Roche

Es ist die große Bühne für Pharma- und Biotech-Unternehmen: das jährliche ASCO Meeting. Vom 02. bis 06. Juni präsentieren zahlreiche Firmen in Chicago wichtige Studiendaten, verkünden neue Deals oder fädeln Übernahmen ein. Kein Wunder, dass dieses Event die Kurse bewegt – diese Fragen beschäftigen die Investoren und Wissenschaftler in diesem Jahr.

Roche: Was passiert mit dem Blockbuster Herceptin?

Wie alle großen Pharma-Konzerne leidet auch Roche unter auslaufenden Patenten und der Biosimilar- beziehungsweise Generika-Konkurrenz. Dieses Jahr blicken Investoren besonders auf das Brustkrebs-Mittel Herceptin – schließlich spült dieser Blockbuster Roche jedes Jahr rund sieben Milliarden Dollar in die Kasse. Mylan drängt mit einem Herceptin-Biosimilar auf den Markt.

Roche versucht die drohenden Umsatzverluste mit einer Kombitherapie abzufedern. Herceptin erzielte zusammen mit Perjeta beachtliche Erfolge in der Aphinity-Studie erzielen – die genauen Daten werden auf dem ASCO Meeting präsentiert.

Kampf gegen Krebs: Kombi-Therapien mischen Markt auf

Dass der größte Krebskongress der Welt für Bewegung an den Märkten sorgt, zeigten Mitte Mai erste Eckdaten zu einer Phase-2-Studie von Incyte. Die größte BB-Biotech-Beteiligung reagierte auf die positiven Resultate mit einem Kurssprung von zehn Prozent.

In einer Kombi-Studie mit Epacadostat von Incyte und Mercks Keytruda konnten hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Die Immuntherapie zeigte, dass 14 von 40 Patienten (35 Prozent) mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gut auf die Behandlung ansprachen und der Tumor um mindestens 30 Prozent schrumpfte. Dies zeigt, welches Potenzial diese neuartigen Therapieformen versprechen. Die finalen Daten auf dem ASCO Meeting dürften erneut für Bewegung bei der Incyte-Aktie sorgen.

Zurück im Rampenlicht: Astrazeneca

Besonders hart treffen auslaufende Patente den britisch-schwedischen Pharma-Konzern Astrazeneca. Die Hoffnungen ruhen auf neue Krebspräparate: Darunter Lynparza gegen Eierstockkrebs und der potentielle Blockbuster Durvalumab. In den finalen Phasen konnte die Firma beachtliche Erfolge erzielen. Zur Erinnerung: 2014 wollte Pfizer den Giganten für 69,4 Milliarden Dollar schlucken. Dank der starken Onkologie-Präparate mausert sich Astrazeneca wieder zum Übernahmekandidaten.

Branche wartet auf Impulse

Das ASCO Meeting könnte viele Investoren überzeugen, in den zuletzt angeschlagenen Biotech-Sektor wieder zu investieren. Im gestrigen Handel ist allerdings der wichtige Nasdaq Biotech Index unter die psychologisch wichtige 3.000-Punkte-Marke gefallen. DER AKTIONÄR wird die Entwicklungen auf dem Kongress in Chicago verfolgen und in der kommenden Woche über die wichtigsten Ereignisse berichten.

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