Seit Monaten tritt Rheinmetall auf der Stelle. 1.500 bis 2.000 Euro. Hoch, runter, wieder zurück. In den vergangenen Tagen kommt erneut Abwärtsdruck rein. Und während der Kurs in der Range festhängt, bleibt die Nachrichtenlage operativ auch diese Woche klar positiv. Es geht um Millionen – und um Solar-Energie.
Dänemark schiebt jetzt den nächsten Auftrag nach. Die Beschaffungsbehörde DALO hat mit Rheinmetall Ende Januar einen großvolumigen Rahmenvertrag für Munition unterschrieben. Laufzeit: sieben Jahre. Es geht um Munition für mehrere Systeme: 30 und 35 Millimeter für Schützenpanzer und Flugabwehr, 120 Millimeter für Kampfpanzer, 155 Millimeter für Artillerie. Trainingsmunition ist ebenfalls dabei.
Und es bleibt nicht bei Absichtserklärungen. Rheinmetall meldet bereits die ersten Abrufe. Bestellt werden verschiedene 30×173- und 35×228-Millimeter-Munitionen im hohen fünfstelligen Bereich. Der Wert liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dazu kommen mehr als 1.000 Schuss kinetische Energie-Panzermunition. Wert: hoher einstelliger Millionen-Euro-Bereich.
Der Deal passt zur Lage in Nordeuropa. Lager müssen aufgefüllt werden. Versorgung wird zur Priorität. Dänemark baut parallel eigene Kapazitäten auf. Rheinmetall profitiert trotzdem: lange Laufzeit, wiederkehrende Abrufe, planbare Auslastung.
Sonnige Aussichten
Während der Kurs schwankt, schraubt Rheinmetall auch an der industriellen Basis. In Südafrika entsteht am Rheinmetall-Denel-Munition-Standort in Somerset West ein Solarpark. Leistung: mehr als 4,2 Megawatt. Knapp 10.000 Solarmodule. Ziel: den Strombedarf des Werks komplett decken. Überschüsse gehen ins Netz. Dazu kommt eine automatisierte Backup-Stromversorgung, um Ausfälle durch die dortigen Stromprobleme abzufedern. Rheinmetall koppelt das an das Ziel der CO₂-Neutralität bis 2035.
Der Chart ist zäh. Die Auftragsstory nicht. Für AKTIONÄR-Leser bleibt es eine Geduldsfrage. Solche Phasen gehören auch bei den besten Aktien dazu. Wer breit gestreut in der Rüstungsbranche investieren will, kann zudem auf den European Defence Index setzen, in dem 20 Top-Werte aus Europa vertreten sind. Mehr Informationen zum Index finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 20:11