Rheinmetall gibt weiter Gas – Allzeithoch rückt näher

Rheinmetall gibt weiter Gas – Allzeithoch rückt näher
Foto: pa/ dpa/ Rubert Oberhäuser
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Marion Schlegel 12.01.2026, 09:41 Marion Schlegel

Die Aktie von Rheinmetall hat sich in den vergangenen Tagen stark entwickelt. Und auch der Start in die neue Woche verläuft gut. Mit einem Plus von 1,4 Prozent gehört sie am frühen Vormittagshandel zu den stärksten Werten des Tages im DAX. Unterstützung erhält das Papier von den aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Zudem gab es gute Entwicklungen auf der Auftragsseite. Eine Kurszielsenkung der Privatbank Berenberg kann die Aktie vom Wochenstart hingegen nicht belasten.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Bereits am Freitag meldete Rheinmetall, dass die Bundeswehr neun Ausbildungssysteme für den Schützenpanzer Puma bei der PSM GmbH, einem Joint Venture von Rheinmetall und KNDS, bestellt hat. Die Beschaffung hat laut Unternehmensmitteilung ein Gesamtvolumen von 119,5 Millionen Euro, wobei 118,5 Millionen Euro auf Rheinmetall entfallen. Ab Mitte 2027 sollen die Geräte ausgeliefert werden.

Zum Wochenstart gibt es nun weitere News auf der Auftragsseite. Rheinmetall liefert eigenen Angaben zufolge der Ukraine weitere Systeme für die Landesverteidigung. Bereits Anfang 2026 soll die Ukraine erste Lynx KF41-Schützenpanzer erhalten. Ein entsprechender Vertrag wurde im Dezember 2025 gezeichnet. Der Auftrags­wert für die ersten fünf Gefechtsfahrzeuge beläuft sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, heißte es in einer Mitteilung von Rheinmetall. Finanziert werden die Systeme durch die Bundesrepublik Deutschland. „Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Ukraine uns entgegenbringt“, so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall. „Ebenso danken wir der Bundesregierung für deren Unterstützung. Der Auftrag ist ein grundlegender Erfolg, der unsere fortgesetzten Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine unterstreicht.“

Die Aktie von Rheinmetall gewinnt im frühen Handel 1,4 Prozent auf 1.926 Euro. Damit nimmt sie nun wieder direkt Kurs auf das Anfang Oktober 2025 bei 2.008 Euro markierte Allzeithoch. Auch eine Kurszielsenkung der Privatbank Berenberg von 2.3400 auf 2.200 Euro kann die Aktie nicht belasten. Die Analysten raten aber weiter zum Kauf der Aktie. Operativ läuft bei Rheinmetall weiterhin rund, was auch die jüngsten Aufträge unterstreichen. Anleger lassen die Gewinne laufen. Die Aktie ist zudem Bestandteil des AKTIONÄR-Depots.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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