Wie keinem anderen Konzern gelingt es Rheinmetall von der Zeitenwende in der Rüstungsbranche zu profitieren. Das spiegelt sich nicht nur im Aktienkurs wider, sondern auch in den Zahlen. Nun hat der Blue Chip wieder einmal einen neuen Auftrag von der Bundeswehr vermeldet. An der Börse gibt es erneut grüne Vorzeichen.
Die Bundeswehr hat neun Ausbildungssysteme für den Schützenpanzer Puma bei der PSM GmbH, einem Joint Venture von Rheinmetall und KNDS, bestellt. Die Beschaffung hat laut Unternehmensmitteilung ein Gesamtvolumen von 119,5 Millionen Euro, wobei 118,5 Millionen Euro auf Rheinmetall entfallen. Ab Mitte 2027 sollen die Geräte ausgeliefert werden.
Da sogenannte Ausbildungsgerät Schieß- und Gefechtsausbildung (AGSP) bildet als Simulator das Gefechtsfeld eines Panzergrenadierzugs realistisch ab, um möglichst gutes Training zu ermöglichen. Ein System besteht jeweils aus einer Leitungs-, Auswerte- und Kontrollstation (LAKS) sowie vier originalgetreu nachgebildeten Fahrzeugkabinen in zwölf 20-Fuß-Containern. Die Anlage ist vollständig verlegbar und durch die modulare Bauweise hochflexibel, modernisierbar sowie einfach zu warten und zu reparieren.
Der neue Auftrag zeigt einmal mehr, wie hoch die Nachfrage bei Rheinmetall weiter ist. Angesichts der sich zuspitzenden geopolitischen Konflikte weltweit dürfte sich am Bewusstsein für Sicherheit in Europa vorerst auch nichts ändern. Nachdem nun auch Präsident Donald Trump in den USA mehr Geld für Verteidigung ausgeben will, könnten Umsatz und Gewinn bei Rheinmetall noch schneller wachsen als ohnehin erwartet.
Die Rheinmetall-Aktie setzt ihren starken Jahresstart am Freitag fort und macht die Konsolidierung der vergangenen Monate peu à peu vergessen. Operativ läuft es ohnehin weiterhin sehr rund. Der Blue Chip bleibt ein klarer Kauf und auch Bestandteil des AKTIONÄR-Depots.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
09.01.2026, 14:04