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Rheinmetall: Die Angst verfliegt

Rheinmetall: Die Angst verfliegt
Foto: CHROMORANGE/Michael Bihlmayer/dpa/picture alliance
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Maximilian Völkl 03.06.2025, 08:34 Maximilian Völkl

Auf das Allzeithoch im frühen Handel folgte am Montag bei Rheinmetall ein Abverkauf am Nachmittag, nachdem der Spiegel über Überlegungen der EU bezüglich einer Extrasteuer für Rüstungskonzerne berichtet hat. Doch inzwischen nimmt die Angst am Markt bereits wieder ab. Die Aktie notiert am Dienstagmorgen wieder an der DAX-Spitze im Plus.

Drei Überlegungen soll es laut Spiegel in Brüssel geben: eine direkte Gewinnabschöpfung durch Steuern, staatliche Beteiligungen an den Unternehmen oder strengere Vertragsmodelle mit Festpreisen. Ob es dazu wirklich kommt, ist aber keineswegs sicher. UBS-Analyst Sven Weier etwa bezeichnet derartige Steuern in einer ersten Reaktion bereits als kontraproduktiv. Der deutliche Ausbau der europäischen Rüstungsproduktion dürfte dadurch behindert werden.

Weier betonte zudem, dass derartige Steuerpläne aktuell auch kaum auf eine breite Unterstützung in der Politik treffen dürften. Er bestätigte sein Kursziel von 2.200 Euro und die Einstufung auf „Buy“.

Klar ist: Auch wenn etwa grüne Parteien den Rüstungskonzernen kritisch gegenüberstehen, ist das Verhältnis der Branche zur Politik inzwischen deutlich besser geworden. Ohne Rheinmetall und Co ist das Ziel, in Sicherheitsfragen autarker zu werden und die Abhängigkeit von den USA zu verringern, kaum möglich. Und Voraussetzung für den massiven Aufbau ist, dass die Konzerne Anreiz haben ihre Kapazitäten zu erhöhen und den Bedarf zu decken – was durch Übergewinnsteuern direkt behindert werden würde.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Rheinmetall-Aktie hat nach dem Rekordhoch etwas korrigiert. Doch die Sorgen dürften schnell wieder verfliegen. Das neue Allzeithoch bei 1.944 Euro bleibt in Reichweite, auch der Sprung über die 2.000-Euro-Marke könnte zeitnah gelingen. Dennoch: Nach der irrwitzigen Rally ist eine ausgedehntere Konsolidierung eine Frage der Zeit. Erste Gewinnmitnahmen bieten sich deshalb an.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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