Rheinmetall: Darum schmiert die Aktie ab

Rheinmetall: Darum schmiert die Aktie ab
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Maximilian Völkl 05.02.2026, 10:49 Maximilian Völkl

Rüstungsaktien stehen am Donnerstag wieder unter Druck. Die Branche blickt weiter gespannt auf die laufenden Gespräche zwischen Russland und der Ukraine. Für das besonders deutliche Minus beim Blue Chip Rheinmetall, der rund acht Prozent verliert, sorgt aber vor allem ein anderer Grund.

Laut Finanzkreisen hat Rheinmetall im Rahmen eines Pre-Close-Calls vor Analysten zu den anstehenden Quartalszahlen skeptische Worte gewählt. Dies könnte niedrigere Konsensschätzungen zur Folge haben. So haben etwa JPMorgan und Jefferies ihre Schätzungen bereits nach unten angepasst und die Kursziele entsprechend korrigiert. „Wir erwarten weiterhin ein außergewöhnlich starkes Umsatz- und Gewinnwachstum in den nächsten fünf Jahren, gehen aber nun davon aus, dass der Produktionshochlauf schwieriger sein wird als ursprünglich angenommen, hieß es etwa von JPMorgan-Experte David Perry.

Anleger müssen sich allerdings noch etwas gedulden, bis die Zahlen tatsächlich vorliegen. Der Geschäftsbericht für 2025 wird von Rheinmetall erst am 11. März veröffentlicht. Dann dürfte es auch einen Ausblick für das laufende Jahr 2026 geben.

Zum Abverkauf trägt aber auch weiterhin der Blick in die Ukraine bei. In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat mittlerweile der zweite Tag der von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine begonnen, in denen über ein mögliches Kriegsende gesprochen wird. Der Sondergesandte von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, hatte im Staatsfernsehen erklärt, dass Fortschritte verzeichnet wurden.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Rheinmetall-Aktie verzeichnet am Donnerstag ein kräftiges Minus. Die skeptischen Aussagen sind ein erster Dämpfer nach Jahren des kaum zu bremsenden Wachstums. Niedrigere Zuwachsraten sollten aber nur temporärer Natur sein, denn unabhängig von der Entwicklung in der Ukraine wird Europa weiter aufrüsten müssen und autarker werden. Rheinmetall hat hier das beste Portfolio und kann liefern. Schwache Tage sind bei der Aktie weiterhin Einstiegschancen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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