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Renk und Hensoldt jetzt verkaufen? „Eher Risiken als Chancen“

Renk und Hensoldt jetzt verkaufen? „Eher Risiken als Chancen“
Foto: Renk Group
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Lukas Meyer 23.06.2025, 09:31 Lukas Meyer

Kurz vor dem Nato-Gipfel stuft die Citigroup Renk und Hensoldt auf „Verkaufen“ ab – trotz höherer Kursziele. Analyst Charles Armitage warnt vor überzogenen Erwartungen. Die Aktien hätten künftiges Wachstum bereits vorweggenommen. Droht dem Sektor jetzt die Korrektur?

Die Citigroup hat Renk und Hensoldt abgestuft – beide auf „Verkaufen“. Bei Renk hob Analyst Charles Armitage das Kursziel zwar deutlich von 34,60 auf 61,00 Euro an, doch das liegt rund 13 Prozent unter dem aktuellen Kurs von 70 Euro. Auch Hensoldt wurde trotz eines leicht erhöhten Kursziels von 88 Euro (zuvor 85 Euro) herabgestuft. Beide Titel notieren über Ziel.

Renk (WKN: RENK73)

Zu hohe Erwartungen vor dem Nato-Gipfel

Armitage sieht das Kursniveau als überzogen. Die Märkte hätten bereits mehr Wachstum eingepreist, als die Realität hergibt. Zwar strebt die Nato Investitionen von drei bis 3,5 Prozent des BIP in Rüstung an – doch dieser Optimismus sei bereits im Kurs enthalten.

Er warnt vor Enttäuschungen: Statt neuer Pläne rücke nun die Frage in den Fokus, ob die Mitgliedsstaaten ihre Zusagen überhaupt einlösen. Haushaltssorgen und politische Spannungen könnten die Umsetzung bremsen.

Neben Renk und Hensoldt hat die Citigroup auch den schwedischen Rüstungskonzern Saab abgestuft und begründet dies mit hohen Bewertungen, begrenztem Spielraum und wenig Luft nach oben. Der Markt habe das Optimum bereits vorweggenommen – und reagiere anfällig auf Rückschläge.

DER AKTIONÄR hatte im Sektor zuletzt zu Teilgewinnmitnahmen geraten. Rückschläge sind nach der starken Rally möglich, ändern aber nichts am übergeordneten Aufwärtstrend. Die Nachfrage bleibt hoch, die Auftragsbücher sind prall gefüllt, der geopolitische Rückenwind hält an. DER AKTIONÄR sieht Renk daher mittelfristig erst bei 100 Euro fair bewertet. Seit der Empfehlung am 27. November 2024 liegt die Aktie über 250 Prozent im Plus. Restbestände sollten gehalten werden. Wer streuen will, findet mit dem AKTIONÄR European Defence Index eine breite Alternative auf 20 europäische Rüstungswerte.

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Enthält Material von dpa-AFX

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