Renk: Großaktionär verkauft – Aktie knickt ein

Renk: Großaktionär verkauft – Aktie knickt ein
Foto: Renk Group
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Maximilian Völkl 02.10.2024, 09:29 Maximilian Völkl

Die Eskalation im Nahen Osten drückt auf die Stimmung am Gesamtmarkt und sorgt für Gewinne bei den Rüstungsaktien. Während Rheinmetall, Hensoldt und Co kräftig zulegen, verliert die Renk-Aktie allerdings deutlich an Boden. Auslöser für das Minus ist wieder einmal Großaktionär Triton.

Seit dem fulminanten Börsengang Anfang des Jahres ist es ruhig um die Renk-Aktie geworden. Am Mittwoch verliert der SDAX-Titel nun trotz des guten Umfelds für Rüstungsaktien im frühen Handel rund fünf Prozent. Hintergrund: Der Großaktionär Triton hat einen großen Teil seines Aktienpakets versilbert. Die von Triton kontrollierte Firma Rebecca Bidco hat offenbar Aktien für insgesamt 385 Millionen Euro zu einem Preis von voraussichtlich 21,00 Euro je Stück platziert, wie die begleitende Bank am Dienstagabend mitteilte.

Zuletzt hielt Triton 51,85 Millionen Aktien und damit noch immer die Mehrheit an Renk. Zum kolportierten Preis würden etwa 18,3 Millionen Aktien den Eigentümer wechseln – angesichts der hohen Nachfrage war die Platzierung um zehn Prozent aufgestockt worden. Triton hatte Renk im Februar an die Börse gebracht und damals 33,3 Millionen Aktien für 15 Euro veräußert. Im Mai folgte ein weiterer Anteilsverkauf, nachdem Renk in den ersten Monaten an der Börse sehr gefragt war. Für 25 Euro wurden zehn Millionen Aktien bei institutionellen Anlegern platziert. Durch den erneuten Verkauf gibt Triton nun die Mehrheit am Panzergetriebehersteller ab – die Beteiligung sinkt von 51,9 auf 33,6 Prozent.

Renk (WKN: RENK73)

Der Verkauf von Triton kommt zu einem schlechten Zeitpunkt. Die Renk-Aktie kann so nicht vom positiven Marktumfeld für Rüstungsaktien profitieren. Zudem drohen angesichts der Beteiligung von noch immer einem Drittel weitere Anteilsverkäufe. Das könnte den Kurs in den kommenden Monaten weiter belasten. DER AKTIONÄR favorisiert auch deshalb weiter den Branchenprimus Rheinmetall.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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