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24.06.2021 Nikolas Kessler

Paypal wird teurer – Anleger und Analysten jubeln

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Paypal

Der Online-Bezahldienst Paypal dreht an der Preisschraube: US-Händler und Nutzer der Payment-App Venmo müssen für bestimmte Funktionen bald etwas tiefer in die Tasche greifen. Anleger und Analysten werten das aber als Zeichen für die große Macht des Unternehmens – und feiern den Schritt.

Paypal hat in der Vorwoche eine Erhöhung der Händlergebühren für bestimmte Dienste in den USA angekündigt. Ratenzahlungen oder Zahlungen mit "Paypal Checkout" und "Pay with Venmo" sollen ab August pauschal 0,49 Dollar plus 3,49 Prozent des Transaktionswerts kosten. Bislang hatte das Unternehmen pauschal 30 Cent plus 2,9 Prozent des Transaktionswerts kassiert.

Bei Paypal geht man davon aus, dass sich die Händler von den höheren Gebühren nicht abschrecken lassen – schließlich sei es fast dreimal wahrscheinlicher, dass Kunden ihren Einkauf abschließen, wenn beim Bezahlvorgang Paypal als Option verfügbar ist. Zudem werden die Kosten für klassische Bezahlvorgänge in Onlineshops und dem stationären Einzelhandel leicht gesenkt.

Neue Gebühren auch bei Venmo

Teurer wird es auch für Nutzer, die Geldbeträge aus der Payment-App Venmo per Sofort-Abbuchung auf ihr Bankkonto transferieren wollen. Dafür werden künftig 1,5 Prozent der Transaktionssumme berechnet, jedoch mindestens 25 Cent und maximal 15 Dollar. Bislang lag die Abbuchungsgebühr bei einem Prozent, mit einem Minimum von 25 Cent und einem Maximum von zehn Dollar.

Zudem will Paypal künftig mitverdienen, wenn die Peer-to-Peer-App für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen verwendet wird. Für die kommerzielle Nutzung – etwa durch Friseure, Künstler und andere Einzelunternehmer – werden künftig 1,9 Prozent der Transaktionssumme plus einer Pauschale von zehn Cent fällig. Im Gegenzug kommen die Kunden bei ausgewählten Zahlungen in den Genuss von Käuferschutz-Vorteilen.

Die neue Gebührenordnung betrifft zunächst nur Nutzer in den USA und soll Anfang August in Kraft treten. Kommerzielle Zahlungen über Venmo werden bereits ab 20. Juli kostenpflichtig. Private Zahlungen über die App im Freundes- und Familienkreis bleiben indes gebührenfrei.

Ein Zeichen von Stärke

Das Bestreben des Unternehmens, mit den beliebten Payment-Diensten künftig auch selbst mehr verdienen zu wollen, zeugt von großer Preissetzungsmacht und kommt bei Anlegern und Analysten hervorragend an. Die Experten von DA Davidson haben die Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 325 Dollar neu in die Bewertung aufgenommen. Die neue Preisgestaltung sei ein „Gamechanger“, heißt es in der Studie.

Auch der Aktie haben die Ankündigungen neuen Schub gegeben. Auf dem aktuellen Niveau trennen sie keine fünf Prozent mehr vom bisherigen Allzeithoch bei 309,14 Dollar von Mitte Februar.

Paypal (WKN: A14R7U)

Für den AKTIONÄR ist und bleibt Paypal einer der Favoriten in der Payment-Branche – und untermauert diese Rolle mit der nun angekündigten Gebührenerhöhung. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Neueinsteiger können weiterhin zugreifen und auf neue Höchststände spekulieren. 

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