Bei PayPal ist der Geduldsfaden der Anleger in dieser Woche endgültig gerissen. Nach der Vorlage der Zahlen rauschte die Aktie über 20 Prozent nach unten. Doch PayPal schockte nicht nur mit Zahlen und Prognosen, sondern feuerte auch Chef Alex Chriss mit sofortiger Wirkung. Der neue Chef versucht sich nun an neuem Optimismus.
Ab dem 1. März übernimmt Enrique Lores den Chefposten bei dem Zahlungsdienstleister. Der Manager kommt vom Computer- und Druckerhersteller HP, den er sechs Jahre lang als CEO geführt hat. Er folgt auf Alex Chriss, der PayPal in einer Phase stagnierenden Wachstums und zunehmenden Wettbewerbs nicht wieder auf Kurs bringen konnte.
Lores selbst zeigt sich trotz der aktuellen Turbulenzen optimistisch. „Ich denke, PayPal hat eine großartige Zukunft“, sagte er in einem Interview mit Yahoo Finance. Seine zentrale Aufgabe sieht er darin, die Umsetzung bestehender Initiativen deutlich zu verbessern.
Besonders in Bereichen wie Venmo oder „Buy now, pay later“ habe PayPal zuletzt zwar Momentum aufgebaut, doch im Kerngeschäft hapert es weiterhin. Vor allem beim margenstarken „Branded Checkout“ sei man hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.
Wie groß der Vertrauensverlust ist, zeigt auch ein Blick auf prominente Investoren. Ende Dezember trennte sich der Ehemann der früheren US-Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi von 5.000 PayPal-Aktien. Der Verkauf erwies sich im Nachhinein als goldrichtig: Seitdem ist der Kurs noch einmal massiv eingebrochen – ein weiterer Beleg für die aktuell angespannte Lage rund um den einstigen Fintech-Liebling.
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Genug von Horrorkursen wie bei PayPal?
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: PayPal.
Heute, 08:02