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10.06.2020 Fabian Strebin

Palastrevolte bei der Commerzbank: Anleger könnten profitieren

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Commerzbank

Die Commerzbank ist bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Die Aktie hat sich merklich erholt und Investoren fassten wieder Vertrauen, wie die deutliche Überzeichnung einer Nachranganleihe Anfang der Woche zeigt. Doch ausgerechnet Großaktionäre sind anscheinend unzufrieden und fordern offenbar eine Verschärfung des Sanierungskurses.

Als Cerberus wird in der griechischen Mythologie ein mehrköpfiger Hund bezeichnet, der den Eingang zur Unterwelt bewacht. Für Freude dürfte der Einstieg der gleichnamigen Investmentgesellschaft beim Commerzbank-Vorstand im Sommer 2017 daher sicher nicht geführt haben. Zumal Cerberus tatsächlich als harter Sanierer gilt. Doch bei der Commerzbank hatten die Amerikaner bisher kein Glück. Der 5-Prozent-Anteil ist im Wert seitdem um fast 60 Prozent gesunken, die Commerzbank-Aktie gehört zu den schwächsten Werten im Branchenindex. Der Großaktionär fordert deshalb nun eine entschlossenere Gangart beim Umbau und zwei Sitze im Aufsichtsrat.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat Cerberus dem Aufsichtsrat der Commerzbank einen Brief geschrieben: „Die prekäre Situation der Commerzbank erfordert jetzt schnelles und entschlossenes Handeln." Es sei an der Zeit, neue Ideen und Energie einzubringen, damit das Institut in eine bessere Zukunft gehen könne. Zunächst verlangt der Investor zwei Sitze im Aufsichtsrat. Dies werde helfen, die dringenden Änderungen bei der Strategie anzugehen. Man geht davon aus, dass sich weitere Anleger den Forderungen anschließen.

Bei der heutigen Aufsichtsratssitzung dürfte das Schreiben im Fokus stehen. Nach einem Verlust im ersten Quartal hat der Vorstand der Commerzbank ohnehin angekündigt, dass man die Sparanstrengungen steigern wolle. Von den 1.000 Filialen könnten im Extremfall nur 500 übrig bleiben. Zudem hat die Bank immer noch Potenzial beim Personal anzusetzen. Überproportional viele Mitarbeiter sitzen in der Zentrale in Frankfurt und gehen Verwaltungstätigkeiten nach. Seit Monaten sind laut Medienberichten auch Beratungsunternehmen im Haus, um Einsparmöglichkeiten auszuloten.

Nach anfänglichen Gewinnen tritt die Aktie heute auf der Stelle. Vom heutigen Aufsichtsratstreffen könnten aber neue Impulse für den Kurs ausgehen. Spätestens mit den Zahlen zum zweiten Quartal will der Vorstand neue Sparmaßnahmen verkünden. Gut möglich, dass schon vorher Einzelheiten durchsickern.

Für Aktionäre sind weitere Sanierungsschritte positiv zu werten, denn aktuell verdient die Commerzbank Ihre Kapitalkosten nicht. Billiges Geld und die Aussicht auf weniger schlimme Auswirkungen der Corona-Pandemie als erwartet, treiben aber den Kurs. Anleger können zukaufen und beachten den Stopp bei 3,50 Euro.


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Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

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Commerzbank (WKN: CBK100)

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