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08.06.2020 Fabian Strebin

Deutsche Bank und Commerzbank: Doch nicht für Rezession gerüstet?

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Deutsche Bank

Nach mehreren starken Tagen hintereinander legen  die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank heute weiter zu. DER AKTIONÄR hat mit verschiedenen Anlagestilen von der Aufwärtsbewegung profitiert. Doch mittlerweile nehmen die warnenden Stimmen zu, die eine Verschlechterung des Umfelds für Banken in der Eurozone und speziell in Deutschland erwarten.

Die Wirtschaft in der Eurozone und auch in Deutschland wird wahrscheinlich in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg abgleiten. Banken können und müssen mit Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite vorsorgen. Eine neue Studie der Beratungsfirma PriceWaterhouseCoopers (PwC) kommt aber zu dem Ergebnis, dass die Eigenkapitalquoten der Banken um mehrere Prozentpunkte sinken könnten.

Demnach hat die Beratung Strategy&, eine Tochter von PwC, mit Prognosen der EZB zur Wirtschaftsentwicklung errechnet, dass das harte Kernkapital der deutschen Banken im Schnitt um 4,2 bis 5,3 Prozentpunkte einbrechen könnte. Die EZB erwartet für das laufende Jahr eine Schrumpfung um 8,7 Prozent in der Eurozone.

Eine wichtige Rolle neben der Entwicklung des BIP spielt in den Prognosen die Zusammensetzung des Kreditbuchs der Banken und die Anzahl der leistungsgestörten Darlehen in den Bilanzen. Allerdings sind die Konjunkturpakete der Staaten und andere Erleichterungen für die Geldhäuser in den Projektionen nicht berücksichtigt. Gerade Deutschland hat hier aber viel getan und die Banken bei vielen Krediten gegen Ausfälle abgeschirmt. Zudem sind Deutsche Bank und Commerzbank mit sehr geringen Ausfallraten bei Krediten in die Corona-Pandemie gegangen. Das Kreditportfolio beider Banken ist zudem weitgehend von Altlasten bereinigt und nur in geringerem Maße auf besonders betroffene Branchen wie Tourismus oder Gastronomie ausgerichtet.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Derzeit lässt sich nicht abschätzen, wie hoch die kommenden Kreditausfälle tatsächlich ausfallen. Deutsche Bank und Commerzbank sind aber besser aufgestellt als bei der letzten Krise 2008. DER AKTIONÄR erhöht Ziel (6,00 Euro) und Stopp (3.50 Euro) bei der Commerzbank-Aktie. Mutige können auch bei der Deutschen Bank noch einsteigen, sollten aber einen Stopp bei 6,00 Euro setzen.


Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG:


Aktien von Commerzbank befinden sich im AKTIONÄR-Depot.

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