Der texanische Soft- und Hardwarehersteller Oracle hat dem Kapitalmarkt am heutigen Mittwoch (28. Oktober) mit Aussagen auf einem Investorentag überzeugt. Die Aktie springt nach den publizierten Zielen prozentual zweistellig an und rangiert damit auf Platz 2 hinter dem Kühltechnik-Spezialisten Vertiv im S&P 500.
Der Konzern peilt für das Geschäftsjahr 2030 einen Gesamtumsatz von mehr als 225 Milliarden Dollar an, was einer jährlichen Wachstumsrate von über 35 Prozent gegenüber dem Fiskaljahr 2026 entspricht. Unter dem Strich will Oracle dann mindestens 21 Dollar pro Papier verdienen. Ab dem Geschäftsjahr 2029 soll das Wachstum aus eigener Kraft finanziert werden.
"Ein klarer Zeitplan sieht vor, in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 einen positiven Free Cash Flow zu erreichen", so das amerikanische Unternehmen. Demnach soll der Free Cash Flow im Fiskaljahr 2029 mindestens bei 30 Milliarden Dollar liegen.
Was den Kapitalbedarf angeht, will Oracle auf die Bremse treten. "Das Unternehmen hat zugesagt, die zusätzliche Kapitalbeschaffung bis zum Geschäftsjahr 2030 auf 20 Milliarden US-Dollar zu begrenzen", heißt es aus der Konzernzentrale. Die Refinanzierung bestehender Schulden sei davon ausgenommen. "Vorgesehen sind jeweils zehn Milliarden US-Dollar an Eigenkapital und Bruttoverschuldung", so Oracle weiter.
Mit den ambitionierten Zielen und der Begrenzung der Kapitalbeschaffung zerstreut das Unternehmen die Bedenken einiger Marktteilnehmer. Zuletzt wuchsen die Zweifel, ob Oracle die massiven Investitionen, die in Schulden münden, irgendwann auch in harte Gewinne umgemünzt werden können.
Der US-Konzern hat im Rahmen des Investorentags sportliche Ziele vorgelegt. Zumindest kurzfristig dürfte der Markt positiv auf die Neuigkeiten reagieren. Mittel- bis langfristig muss Oracle aber auch zeigen, dass sich die milliardenschweren Investitionen auch rechnen. Anleger warten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Vertiv, Oracle.
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