Europas größter Flugzeugbauer erwartet trotz eines schwächelnden Geschäfts über die Sommermonate mit einem Rekordjahr. Wie geplant, will das Unternehmen etwa 870 Verkehrsflugzeuge dieses Jahr ausliefern. Das wären ein paar Jets mehr als 863 Stück. Das war die bisherige Bestmarke, die Airbus im Jahr 2019 und damit vor der Corona-Pandemie aufgestellt hatte.
Im Vergleich zum Vorjahr musste Airbus allerdings im dritten Quartal kleinere Brötchen backen. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf knapp 17,5 Milliarden Euro zurück. Analysten hatten sogar ein Plus auf dem Zettel stehen. Der Gewinn im Tagesgeschäft reduzierte sich erwartungsgemäß auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich wies der Flugzeugbauer hingegen, auch dank positiver Sondereffekte, einen Anstieg um ein Fünftel auf gut 1,3 Milliarden Euro aus.
Neben den angepeilten Auslieferungen von 870 Flugzeugen soll das EBIT im Jahr 2026 satte 7,5 Milliarden Euro erreichen. Der Free Cash Flow (vor Kundenfinanzierung) soll sich bei etwa 4,5 Milliarden Euro einfinden.
„Vor dem Hintergrund eines komplexen geopolitischen und operativen Umfelds konzentrieren wir uns auf die Umsetzung unserer Ziele und legen dabei stets größten Wert auf Qualität", so Airbus-Chef Guillaume Faury. Unser Plan ist klar und unsere Teams stehen voll und ganz hinter der Erreichung unserer Ziele.“
Der Konzern schneidet damit deutlich besser ab als der große US-Rivale Boeing. Der Wettbewerber aus den USA hat in dieser Woche mit den Zahlen zum dritten Quartal die Marktteilnehmer enttäuscht. Die Boeing-Aktie fiel daraufhin auf ein neues 52-Wochen-Tief.
Airbus hat ein solides drittes Quartal abgeliefert und die Ziele für das laufende Jahr stehen. Der europäische Branchenprimus erhält weiterhin klar den Vorzug gegenüber Boeing. Vor allem für langfristig ausgerichtete Anleger bleibt der DAX-Titel eine aussichtsreiche Depotbeimischung. Ein Stopp bei 160 Euro sichert ab.
Heute, 20:01
Bei Google bevorzugen