Die Aktie von Infineon zählt am Vormittag zu den stärksten Werten im DAX. Die Aktie gewinnt gut zwei Prozent – nur Siemens Energy mit plus 2,5 Prozent kann noch etwas mehr zulegen. Rheinmetall und SAP folgen auf den Plätzen. Infineon profitiert dabei vor allem von den starken Vorgaben der US-Technologieszene vom Vortag.
Nvidia hat am Mittwoch mit Rekordzahlen und starkem Ausblick zum KI-Boom geliefert – und das strahlt direkt auf Infineon aus. Der Grund: enge Lieferbeziehung. Infineon liefert Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren, gemeinsam entwickelt man eine 800-Volt-Architektur für Nvidias nächste Chip-Generation. Steigt Nvidias Nachfrage, steigt auch Infineons Auftragsvolumen bei Leistungshalbleitern. Zudem hat Infineon operativ selbst geliefert: Rekordumsatz von 4,17 Milliarden Euro im dritten Quartal, angehobene Jahresprognose auf 16,3 Milliarden Euro.
In dieser Woche hat Infineon zudem selbst mit einem Zukauf für Aufmerksamkeit gesorgt. Infineon plant die Übernahme von C2i Semiconductors. Das Technologieunternehmen mit Sitz in Bangalore ist auf softwaredefinierte Mehrphasen-Controller und smarte Power Stages für Anwendungen in KI-Rechenzentren spezialisiert. Der Zukauf würde Infineons führende Position im Bereich der Stromversorgung von KI-Rechenzentren stärken. „Mit dieser Übernahme beschleunigen wir Innovationen im Bereich der Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren, bauen unsere Fähigkeiten bei Architekturen für die vertikale Stromversorgung der nächsten Generation aus und schaffen erheblichen Mehrwert für unsere Kunden“, so Adam White, Präsident der Infineon-Division Power Systems (PS).
Die Aktie von Infineon hat zuletzt die Unterstützung im Bereich des Juli-Tiefs (knapp darunter verläuft auch die 200-Tage-Linie) erfolgreich getestet. Kann die Aktie nun den neuen Schwung nutzen und den kurzfristigen Abwärtstrend knacken, würde dies ein neues Kaufsignal bedeuten.
Heute, 10:22
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