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09.03.2020 Marion Schlegel

Nordex nach Zahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt wie ein Stein

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Nordex

Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex hat im vergangenen Jahr von guten Geschäften in Europa und Nordamerika profitiert. Während der Umsatz um ein Drittel auf 3,28 Milliarden Euro kletterte, konnte Nordex auch beim Auftragseingang deutlich zulegen. Er stieg um 31 Prozent auf 6,21 Gigawatt, wie das SDAX-Unternehmen am Montag in Hamburg bei der Vorlage vorläufiger Jahreszahlen mitteilte.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte 2019 zwar um rund 22 Prozent auf 123,8 Millionen Euro zu, verfehlte damit aber die niedrigsten Erwartungen der Analysten. Die entsprechende Marge sank um 0,3 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Angaben zum Überschuss machte der Konzern zunächst nicht. Konzernchef José Luis Blanco zeigte sich ungeachtet dessen zufrieden und verwies darauf, dass Nordex seine Ziele für 2019 erreicht habe.

Nordex (WKN: A0D655)

Nordex war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2019 tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen hohen Nettoverlust eingefahren. Die Windkraftbranche leidet derzeit unter hohem Wettbewerb und einem entsprechenden Preisdruck. Die vollständige Bilanz für 2019 will Nordex am 24. März bekanntgeben. Dann will der Konzern sich auch zur Prognose für 2020 äußern.

José Luis Blanco, CEO von Nordex, fasst zusammen: „Das Geschäftsjahr 2019 verlief entsprechend unseren Erwartungen. Wir haben alle Ziele unserer Prognose für 2019 erreicht. Die Nachfrage nach unseren hocheffizienten Turbinen bleibt weiterhin gut, so dass wir über einen hohen Auftragsbestand verfügen und 2020 mit einem gut gefüllten Auftragsbuch beginnen. Wir haben das vergangene Jahr zudem genutzt, weitere Turbinenmodelle auf den Markt zu bringen und unsere Produktionskapazitäten weltweit auszuweiten. Ziel bleibt es, die neu gewonnenen Projekte unserer Kunden effizient abzuwickeln.“

Die Aktie von Nordex muss am Montag massive Verluste einstecken. Mehr als 14 Prozent geht es bei dem Wert nach unten. Anleger warten vorerst eine Stabilisierung ab.

(Mit Material von dpa-AFX)