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30.07.2020 Maximilian Völkl

Update Nordex: Entscheidung gefallen - Staatshilfe genehmigt

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Nordex

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern will am Donnerstag ab 9:00 Uhr über einen Bürgschaftsantrag des Windkraftanlagenherstellers Nordex entscheiden. Am Freitag soll dann der Finanzausschuss des Landtags in Schwerin sein Votum abgeben.

Nach Einbrüchen bei den Bestellungen infolge der Corona-Krise benötigt Nordex nach Angaben des Schweriner Wirtschaftsministeriums 350 Millionen Euro Kreditbürgschaften. Die Hälfte soll der Bund tragen, die andere Hälfte sollen auf die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg entfallen.

Der Konzern hat seinen Hauptsitz mit rund 900 Mitarbeitern in Hamburg, in Rostock befindet sich die Fertigung mit rund 1600 Beschäftigten. Beim Land sind rund 105 Millionen Euro Bürgschaften beantragt.

Nordex war optimistisch ins Jahr 2020 gestartet und hatte eine Steigerung seines bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 124 Millionen Euro 2019 auf 160 bis 240 Millionen Euro geplant. Mitte Juli gab das Unternehmen dann bekannt, dass es einen Einbruch bei den Bestellungen gegeben habe. Zwischen April und Ende Juni orderten Kunden demnach nur 217 Windenergieanlagen für Projekte mit einer Leistung von zusammen 888 Megawatt – im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 56 Prozent.

Update: Nordex bekommt eine Kreditbürgschaft über gut 104 Millionen Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Damit soll ein Kredit über 116 Millionen Euro zu 90 Prozent abgesichert werden, wie das Finanz- und das Wirtschaftsministerium am Donnerstag gemeinsam nach einer Sondersitzung des Schweriner Kabinetts mitteilten.

Nordex (WKN: A0D655)

Der Antrag auf Staatshilfe kam nicht gänzlich überraschend und sorgte auch für keinen starken Abverkauf bei der Nordex-Aktie. Dennoch gerät der TecDAX-Titel peu à peu unter Druck und notiert inzwischen wieder unter der 9,00-Euro-Marke. Nur spekulative Anleger setzen vor den Zahlen am 13. August auf eine schnelle Erholung. Der Turnaround braucht noch mehr Zeit.

Mit Material von dpa-AFX