7 Chancen auf 111 Prozent
24.03.2020 Marion Schlegel

Nordex mit Kurssprung: Gut gefülltes Auftragsbuch 2020 – doch Unsicherheitsfaktor Corona-Krise

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Nordex

Nordex hat das Jahr 2020 mit einem gut gefüllten Auftragsbuch für neue Windenergieanlagen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro begonnen. Das Volumen liegt damit 43 Prozent über dem Vorjahr. Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen erneut einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und ein weiter ansteigendes operatives Ergebnis.

Vorbehaltlich des unvorhersehbaren Umfangs und der Dauer der weltweit ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 und der wirtschaftlichen Auswirkungen, erwartet Nordex für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 4,2 bis 4,8 Milliarden Euro, wobei die Umsätze in der zweiten Hälfte des Jahres über denen der ersten Jahreshälfte liegen werden.

Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) geht das Unternehmen von einer Bandbreite von 160 bis 240 Millionen Euro aus. Diese breiteren Korridore berücksichtigen das deutlich gestiegene Aktivitätsniveau und die damit verbundenen gestiegenen operativen Herausforderungen. Vor dem Hintergrund von COVID-19 ist die Geschäftsentwicklung 2020 zudem mit großen Unsicherheiten verbunden, so Nordex in einer Mitteilung.

Nordex (WKN: A0D655)

Die Folgen dieser neuen, komplexen und sich fortlaufend verändernden Situation können derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Diese Prognose basiert auf der Erwartung von Nordex, trotz der derzeitigen und etwaiger künftiger Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 seinen hohen Auftragsbestand effizient und ohne wesentliche Unterbrechungen abarbeiten zu können. Sollte es in der Folge der Pandemie jedoch zu wesentlichen Störungen kommen, könnte eine Korrektur erforderlich sein.

In den vergangenen Wochen ist das Papier von Nordex massiv unter die Räder gekommen. Am Dienstagmorgen startet die Aktie bei Lang & Schwarz mit einem deutlichen Plus in den Tag. Großer Unsicherheitsfaktor bleibt trotz der starken Auftragslage die Corona-Krise. Möglicherweise gelingt dem Papier aber nun nach dem Ausverkauf zuletzt die Bodenbildung.