Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
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13.05.2022 Fabian Strebin

Noch im Mai: Geheime Dividendenperle bietet mehr als 10% Rendite

Die Inflation könnte nach einer Prognose der Bundesbank in Deutschland 2022 rund sieben Prozent erreichen. Viele Aktienkurse litten auch in den letzten Wochen darunter. Anleger können jedoch versuchen mit Dividendenwerten die Teuerung zu schlagen. Auch am heimischen Aktienmarkt gibt es interessante Angebote.

Die Deutsche Pfandbriefbank spürt die Belastungen durch den Krieg in der Ukraine, obwohl der Konzern dort nicht aktiv ist. Wegen einer höheren Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle ist man mit weniger Gewinn ins Jahr gestartet. Im Mai wird indes die Dividende für das Geschäftsjahr 2021 ausgeschüttet. Und die hat es in sich.

Prognose bestätigt trotz Gewinnrückgang

Der Vorsteuergewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Fünftel auf 42 Millionen Euro. Dennoch sieht Vorstandschef Andreas Arndt das Unternehmen auf gutem Weg, in diesem Jahr einen Vorsteuergewinn zwischen 200 und 220 Millionen Euro zu erreichen, „auch wenn die Folgen des Ukraine-Kriegs nur schwer absehbar sind“.

Keine direkten Auswirkungen

Das Management sieht bisher keine unmittelbaren Auswirkungen des Kriegs auf das Geschäft der Bank. Während die Konkurrentin Aareal Bank um einen Restbestand an Krediten für zwei Bürogebäude in Moskau fürchten muss, ist die Deutsche Pfandbriefbank nach eigenen Angaben in Russland und der Ukraine nicht direkt engagiert.

Das könnte zum Problem werden

Die Folgen seien aus heutiger Sicht „gering und beherrschbar“, hieß es in der Mitteilung zu den Quartalszahlen. Auch die indirekten Risiken seien begrenzt. Allerdings dürfte es aus Sicht der Bankspitze mehr Probleme bei der Fertigstellung von Neubauten geben, und die Baukosten dürften wegen höherer Materialkosten und Problemen in den Lieferketten steigen.

Im ersten Quartal steigerte das Institut seine operativen Erträge um lediglich drei Million auf 149 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss ging sogar leicht zurück - während er bei der Aareal Bank deutlich stieg. Auch legte die Bank 18 Millionen Euro für drohende Kreditausfälle zurück. Ein Jahr zuvor hatte die Risikovorsorge lediglich bei zehn Millionen Euro gelegen.

Bewertung ist attraktiv

Der Nettogewinn ging um 14 Prozent auf 36 Millionen Euro zurück. Allerdings hielt die Pfandbriefbank ihr Neugeschäft mit 2,1 Milliarden Euro lediglich stabil, während die Aareal Bank in diesem Bereich den höchsten Stand seit dem Jahr 2018 erreichte. Blickt man auf die laufende Bewertung, ist die Pfandbriefbank mit einem KGV von 9 ebenfalls günstiger als die Aareal Bank mit 15.

Deutsche Pfandbriefbank (WKN: 801900)

Die Pfandbriefbank ist schon länger ein üppiger Dividendenzahler. Am 24. Mai ist die nächste Ausschüttung in Höhe von 1,18 Euro je Aktie fällig. Zum aktuellen Kursniveau entspricht das einer satten Rendite von fast elf Prozent. Das sollte etwaige Unsicherheiten aufgrund der aktuellen Konjunktursituation mehr als wettmachen.

DER AKTIONÄR ist auch langfristig vom Geschäftsmodell des Konzerns überzeugt, die Aktie ist eine laufende Empfehlung. Dividendenjäger greifen zu und setzen einen Stopp bei 8,95 Euro.

Mit Material von dpa-AFX.