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Neuer Rekord-Deal für Rheinmetall? 25 Milliarden Euro für Panzer

Neuer Rekord-Deal für Rheinmetall? 25 Milliarden Euro für Panzer
Foto: Mike-Mareen/Shutterstock
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Philipp Schleu 04.07.2025, 13:27 Philipp Schleu

Deutschland erwägt eine massive Aufrüstung seiner Streitkräfte. Wie Bloomberg berichtete, steht ein potenzieller Rüstungsdeal im Wert von bis zu 25 Milliarden Euro im Raum, mit dem die Verteidigungsfähigkeit der NATO deutlich gestärkt werden soll. Davon dürfte vor allem der Rüstungskonzern Rheinmetall profitieren, dessen Aktie bereits positiv reagierte.

Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, erwägen Verteidigungsminister Boris Pistorius und die Führung der Bundeswehr die Beschaffung von bis zu 1.000 Leopard-2-Kampfpanzern und bis zu 2.500 GTK-Boxer-Radpanzern. Die Kampfpanzer werden von KDNS und Rheinmetall hergestellt, während die GTK Boxer von ARTEC, einem Joint Venture beider Unternehmen, stammen.

NATO-Anfrage als Auslöser

Hintergrund der Überlegungen ist eine Anfrage der NATO. Das Bündnis hat Deutschland gebeten, innerhalb des nächsten Jahrzehnts bis zu sieben Kampfbrigaden zu stellen, um die Abschreckung gegenüber Russland zu stärken.

Aktie reagiert sofort

Die Nachricht sorgte am Finanzmarkt umgehend für Aufsehen. Die Rheinmetall-Aktie legte nach Bekanntwerden der Pläne in der Spitze um 3,7 Prozent zu. Analysten reagierten prompt und erhöhten ihre Kursziele für den Düsseldorfer Rüstungskonzern.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Der Gesamtwert des Auftrags könnte sich laut den Insidern auf bis zu 25 Milliarden Euro belaufen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Beschaffungsverhandlungen noch laufen und die endgültige Summe niedriger ausfallen könnte. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet, eine parlamentarische Zustimmung könnte bis Ende des Jahres erfolgen.

Weitere Milliarden-Projekte in der Pipeline

Unabhängig von diesem potenziellen Deal hat Berlin bereits Anfang des Jahres grünes Licht für die Beschaffung von über 1.000 „Patria“-Radpanzern vom gleichnamigen finnischen Hersteller erhalten. Diese sollen die alternde „Fuchs“-Flotte der Bundeswehr ersetzen. Der Auftragswert hierfür könnte bis zu zwei Milliarden Euro betragen. Interessant für den deutschen Standort: Rund 90 Prozent der Produktion sollen in Deutschland erfolgen, in Partnerschaft mit KDNS und der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG).

Die Nachrichten sind ein weiterer, massiver Katalysator für die Rheinmetall-Aktie. Ein potenzieller Milliarden-Auftrag dieser Größenordnung sichert die Auslastung der Werke auf Jahre hinaus und sorgt für eine exzellente Planungssicherheit. Anleger lassen die Gewinne laufen. Seit der Erstempfehlung in Ausgabe 33/22 beträgt das Plus 970 Prozent.

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