17.06.2019 Michel Doepke

Nel: Neuigkeiten zur Explosion – Startschuss für eine neue Rallye?

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Nel ASA
Trendthema

Der Vorfall an einer Wasserstoff-Tankstelle bei Oslo hat die Aufwärtsbewegung der Nel-Aktie jäh zunichte gemacht. Das Management rund um CEO Jon André Løkke ist um Aufklärung bemüht, Unterstützung erhält der Wasserstoff-Pure-Player davon von Gexcon, einer Sicherheitsberatung. Nun hat Nel ein weiteres Update zum aktuellen Stand abgegeben.

Nel trägt offenbar keine Schuld

Allmählich kommt Licht ins Dunkel: Laut Nel habe die vorläufige Gexcon-Untersuchung gezeigt, dass der Vorfall mit einem Wasserstoffleck aus dem Hochdruckspeicher begann und dass sich eine "Wolke" von Wasserstoff entzündete. Derweil dauern die Untersuchungen an, um die Hauptursache des Lecks und die Quelle der Entzündung ausfindig zu machen.

Nel-Chef Løkke zeigt sich erleichtert: "Wir können nun zu dem Schluss kommen, dass die Kerntechnologien von Nel nicht die Ursache für das Leck waren. Wir sind jedoch noch auf der Suche nach dem, was den Wasserstoff entzündet hat", so der Firmenlenker.

Auf der Nel-Homepage hat das Unternehmen eine Seite für Frage und Antworten eingerichtet. Man habe bisher keinen Hinweis darauf, dass es sich um Vandalismus oder Terrorismus gehandelt hat. "Wir gehen davon aus, dass der Abschlussbericht über die von den Behörden durchgeführten Untersuchungen eine endgültige Antwort liefern wird", heißt es.

Heißes Eisen

Der massive Kurseinbruch hat zahlreiche Trader und Zocker angelockt, die Volatilität sollte in den kommenden Tagen bei der Nel-Aktie hoch bleiben. Ausnahmslos mutige Anleger können eine langfristig angelegte Long-Position eingehen, bis der Vorfall endgültig geklärt ist. Vorher dürfte eine nachhaltige neue Rallye ausbleiben.