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Munich Re: Palantir und Co als massiver Ergebnishebel?

Munich Re: Palantir und Co als massiver Ergebnishebel?
Foto: Andreas Gebert/REUTERS
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Michael Herrmann Heute, 07:48 Michael Herrmann

Swiss Re macht Druck beim Thema Künstliche Intelligenz. Konzernchef Andreas Berger sieht in KI-Lösungen von Palantir und Co einen massiven Hebel für Produktivität und Risikoprüfung. Auch Munich Re treibt das Thema längst operativ voran – im Underwriting, im Service, in der Schadenbearbeitung und sogar mit Policen für KI-Risiken.

Wenn Swiss-Re-Chef Andreas Berger in einem Interview mit der NZZ am Sonntag von historischen Produktivitätssprüngen durch künstliche Intelligenz spricht, ist das ein Signal für die ganze Branche. Laut Berger hat Swiss Re mit KI-Agenten die Bearbeitungszeit in der Bauleistungsversicherung von drei Wochen auf teils nur einen Tag gedrückt; die Produktivitätssteigerung liege bei bis zu 80 Prozent. Die Schweizer vertrauen bei der Datenintegration und -analyse insbesondere auf Lösungen des KI-Spezialisten Palantir.

Auch Branchenführer Munich Re ist beim Thema Künstliche Intelligenz längst mittendrin. Schon im Geschäftsbericht 2024 verwies der Konzern auf mehr als 300 identifizierte, gestartete oder bereits umgesetzte KI-Anwendungsfälle im Konzern.

In der Strategie Ambition 2030 soll KI helfen, Entscheidungen zu beschleunigen, Effizienz zu steigern und Komplexität zu senken. Erst kürzlich haben Munich Re und die Erstversicherungstochter ERGO zudem den Tech Trend Radar 2026 veröffentlicht, in dem AI Agents zu den wichtigsten Technologietrends für Versicherer zählen.

Wie konkret das aussieht, zeigt REALYTIX ZERO. Die Munich-Re-Plattform nutzt mit CoPilot eine generative KI-Funktion, die Produktdesigner und Underwriter beim Aufbau oder bei der Anpassung von Versicherungs- und Rückversicherungsprodukten unterstützt.

Laut Munich Re kann die Produktgestaltung damit in wenigen Stunden oder Tagen erfolgen; die Plattform wird bereits von 50 Kunden weltweit genutzt und ist außerdem in drei Bereichen von ERGO Deutschland im Einsatz.

Auch im operativen Alltag wird KI bereits breit ausgerollt. Bei ERGO werden seit 2023 große Sprachmodelle genutzt, um Informationen aus Dokumenten zu klassifizieren und zu extrahieren, das interne ERGO GPT ging im April 2024 live. Im Kundenservice bearbeitet der Masterphonebot inzwischen mehr als 12.000 Anrufe pro Tag über eine zentrale KI-Plattform und nimmt Mitarbeitern Standardarbeit ab.

Auf der Schadenseite gibt es ebenfalls greifbare Beispiele. Die Munich-Re-Lösung CLARA zur Leistungsprüfung verkürzt die Bearbeitungszeit nach Unternehmensangaben um bis zu 50 Prozent. Zudem rollt ERGO gemeinsam mit CamCom eine KI-gestützte visuelle Inspektion in der Auto- und Wohngebäudeversicherung aus, die Schäden auf Fotos und Videos automatisch erkennt, einordnet und auf Authentizität prüft.

Munich Re (WKN: 843002)

Künstliche Intelligenz ist in der Rückversicherungsbranche längst kein Zukunftsthema mehr. Nicht nur bei Swiss Re, sondern vor allem auch bei Munich Re laufen bereits zahlreiche konkrete Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Produktentwicklung und Risikoprüfung über Kundenservice bis zur Schadenbearbeitung. Der Weltmarktführer aus München ist unverändert der Favorit einer attraktiven Branche. Anleger können weiter zugreifen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.

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