Munich Re: Droht doch ein verhagelter Jahresauftakt?

Munich Re: Droht doch ein verhagelter Jahresauftakt?
Foto: CHRISTOF STACHE/Kontributor/GettyImages
Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft AG -%
Michael Herrmann Heute, 09:10 Michael Herrmann

Bei den Rückversicherern zeichnet sich für das erste Quartal 2026 ein gemischtes Bild ab. Die gute Nachricht: Große Naturkatastrophen und andere Großschäden blieben weitgehend aus. Die schlechte: Die Zahlen dürften massiv von einem negativen Effekt beeinflusst worden sein.

Barclays-Analyst Ivan Bokhmat rechnet in seinem Ausblick auf die Berichtssaison zwar nur mit geringen Großschäden im ersten Quartal. Zugleich verweist er aber auf enorme Währungseinflüsse. Zudem sieht er die April-Erneuerungsrunde schwächer.

Vor allem die Entwicklung des US-Dollars spielt eine wichtige Rolle. Rückversicherer wie Munich Re und Hannover Rück erzielen einen erheblichen Teil ihres Geschäfts in den USA beziehungsweise in Dollar. Wird ein stärkerer Euro bei der Umrechnung zugrunde gelegt, drückt das auf die in Euro ausgewiesenen Prämien und Gewinne.

Genau das war im ersten Quartal 2026 ein wichtiger Faktor. Anfang 2025 lag der Preis für einen Euro bei etwa 1,03 Dollar, im ersten Quartal 2026 hingegen durchgängig bei 1,15 bis 1,20 Dollar. Die operative Entwicklung kann also besser gewesen sein, als es das veröffentlichte Zahlenwerk auf den ersten Blick zeigt.

Barclays bleibt bei Munich Re trotz dieser Effekte optimistisch und stuft die Aktie weiter mit „Overweight“ ein. Das Kursziel liegt bei 606 Euro. Für Hannover Rück bleibt die britische Investmentbank dagegen vorsichtiger und votiert weiter mit „Underweight“. Noch skeptischer ist Barclays bei Swiss Re: Hier wurde das Kursziel von 118 auf 114 Franken gesenkt, die Einstufung lautet ebenfalls weiterhin „Underweight“.

Munich Re (WKN: 843002)

DER AKTIONÄR sieht die Lage ähnlich klar. Munich Re bleibt unter den Rückversicherern der bevorzugte Wert. Der Weltmarktführer überzeugt mit seiner starken Marktstellung, seiner hohen Kapitalstärke und seiner robusten Gewinnqualität. Gerade in einem Umfeld, in dem Währungen und etwas schwächere Erneuerungsrunden für Unsicherheit sorgen, spricht vieles für den Qualitätsführer. Wer im Sektor auf den stärksten und verlässlichsten Titel setzen will, bleibt bei Munich Re.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Munich Re.

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